lustiges Mährchen auf eine langweilige Art erzählen, und eine leichte Commission ungeschikt ausrichten--Wozu ein alltäglicher Mensch nur immer tüchtig ist, dazu bin ich der Mann; und das Beste an mir, ist Fleiß. Lear. Wie alt bist du? Kent. Nicht jung genug, Sir, um ein Weibsbild, wegen ihres Singens zu lieben; und nicht alt genug, um wegen irgend einer Ursache in sie vernarrt zu seyn. Ich hab acht und vierzig Jahr auf meinem Rüken. Lear. Folge mir, ich nehme dich in meine Dienste; wenn du mir nach der Mahlzeit nicht schlechter gefällst, so werden wir nimmer von einander scheiden. Das Mittag-Essen! hO! das Mittag-Essen!--Wo ist mein Schlingel? mein Narr? Geht, ruft meinen Narren her. Ihr, Ihr, Bengel! Hört ihr, wo ist meine Tochter? (Der Haushofmeister kömmt.) Hofmeister. Wenn es beliebt-- (Er geht wieder ab.) Lear. Was sagt der Kerl da? Ruft den Lümmel zurük--Wo ist mein Narr? ho! Ich denke, die ganze Welt ligt im Schlaf Was ists? was sagt der Maulaffe? Ritter. Mylord, er sagt, eure Tochter befinde sich nicht wohl. Lear. Warum kam der Sclave nicht zurük, als ich ihn rief? Ritter. Er antwortete mir rund heraus, er wolle nicht. Lear. Er wolle nicht? Ritter. Mylord, ich weiß nicht was es zu bedeuten hat; aber meines Bedünkens, wird Euer Hoheit nicht mehr mit der ehrfurchtsvollen Zuneigung begegnet, wie ehmals--Es zeigt sich eine gewaltige Abnahme von Freundlichkeit, sowol bey allen Bedienten, als bey dem Herzog und Eurer Tochter selbst. Lear. Ha! sagst du das? Ritter. Ich bitte um Vergebung, Mylord, wenn ich mich irre; aber meine Pflicht kan nicht schweigen, wenn ich denke, Eure Hoheit werde beleidiget. Lear. Du erinnerst mich nur an meine eigne Beobachtungen. Ich habe seit kurzem eine höchst kaltsinnige Nachlässigkeit bemerkt, die ich aber mehr meiner eignen allzu eifersüchtigen Aufmerksamkeit, als einer Absicht Unfreundlichkeit gegen mich zu zeigen, beymaß. Ich will genauer Acht geben. Aber wo ist mein Narr? ich habe ihn diese zween Tage nicht gesehen. Ritter. Seitdem meine junge Lady nach Frankreich abgegangen ist, ist er ganz niedergeschlagen. Lear. Nichts mehr hievon; ich hab es wol bemerkt. Geht, und sagt meiner Tochter, ich möchte mit ihr reden. Und ihr geht, und ruft mir meinen Narren her--ha--Sir! kommt ihr hieher, Sir? wer bin ich, Sir? (Der Haushofmeister kömmt.) Hofmeister. Milady's Vater. Lear. Milady's Vater? Mylords Schurke! ihr Hurensohn von einem Hund, ihr Sclave, ihr Kettenhund! Hofmeister. Ich bin nichts dergleichen, Mylord, ich bitte mir's aus. Lear. Darfst du solche Blike auf mich schiessen, du Galgenschwengel? (Er giebt ihm eine Ohrfeige.) Hofmeister. Ich will nicht geschlagen seyn, Mylord. Kent. Und gestürzt auch nicht, du nichtswürdiger Ballspieler, du? (Er unterschlägt ihm ein Bein.) Lear. Ich danke dir, Camerad. Du dienst mir, und ich will dich lieben. Kent. Kommt, Sir, steht auf, fort! Ich will euch einen Unterschied machen lehren. Fort, fort! wenn ihr euern grossen Wanst noch einmal messen wollt, so versucht es noch einmal; aber fort, pakt euch! Seyd ihr gescheidt? So-- (Er schmeißt den Hofmeister hinaus.) Lear. Ich danke dir, mein gutwilliger Bursche! es ist Ernst in deinem Dienst. * In Königin Elisabeths Zeiten wurden die Papisten mit gutem Grund für Feinde der Regierung gehalten. Daher kam die Redensart: (Er ist ein ehrlicher Mann, und ißt keine Fische,) um einen Freund der Regierung und Protestanten zu bezeichnen. Fletcher zielet hierauf in seinem Weiberfeind, wo er, da Lazarillo von der Wache vor der Courtisane Haus gefangen genommen, diese leztere sagen läßt: Meine Herren, es freut mich daß ihr ihn entdekt habt. Er sollte vor zwanzig Pfund unter meinem Dach nichts zu essen gekriegt haben; und wahrhaftig er gefiel mir gleich nicht, da er Fische verlangte. Und Marstons Niederländische Courtisane--Ich versichre, ich bin keine von den gottlosen Leuten, die am Freytag Fische essen. Dreyzehnter Auftritt. (Der Narr kömmt zu ihnen.) Narr. Ich will ihn auch miethen--Hier ist meine Kappe. -- (Er giebt ihm seine Kappe.) Lear. Wie, mein artiger Schurke! was thust du? Narr. Ihr Esel, ihr thätet am besten, wenn ihr meine Kappe--nähmet. Kent. Warum, Junge? Narr. Warum? Weil sich jemands anzunehmen, gefährlich ist; wenn du nicht lächeln kanst wie der Wind geht, so wirst du bald den Schnuppen kriegen. Hier, nimm meine Schellen-Kappe--Wie, dieser Bursche hier hat zwo von seinen Töchtern verbannt, und der dritten einen Segen wider seinen Willen gegeben; wenn du ihm folgst, so must du nothwendig meine Kappe tragen. Wie gehts, Onkel? Ich wollt, ich hätte zwo Kappen und zwo Töchter. Lear. Warum das, Junge? Narr. Wenn ich ihnen alle meine Haab und Gut gebe, so will ich meine Kappe für mich selbst behalten. Hier ist meine, bettle du eine von deinen Töchtern. Lear. Nimm dich in Acht, Schurke! Die Peitsche-- Narr. Die Wahrheit ist ein Hund, sie muß in den Hundsstall; muß hinausgepeitscht werden, wenn der Lady ihre Brake beym Feuer sizen und stinken darf. Lear. Das ist ein verdammter Stich! Narr (zu Kent.) Kerl, ich will dich reden lehren. Lear. Thu es. Narr. Gieb Acht, Nonkel! Hab mehr dann du zeigst, Sprich minder als du verschweigst, Leyh minder als du hast, Reit mehr als du gehst, Lern mehr als du glaubst, Seze minder als du wirfst, Laß deinen Wein und dein Mensch, Und bleib fein zu Hause, So wirst du mehr haben als zwey Zehner zu zwanzig. Kent. Das ist nichts, Narr. Narr. So ist es wie der Athem eines unbezahlten Advocaten; ihr gebet mir nichts davor; könnt ihr nichts zu nichts gebrauchen, Nonkel? Lear. Wie? Nein, Junge; man kan nichts aus nichts machen. Narr (zu Kent.) Ich bitte dich, sag ihm, so hoch belauffen sich just die Einkünfte von seinen Ländern; er würd' es einem Narren nicht glauben. Lear. Ein bittrer Narr! Narr. Junge, weist du den Unterschied zwischen einem bittern Narren, und einem süssen? Lear. Nein; sag ihn dann. Narr. Der Lord, der dir rieth dein Land wegzugeben, komm, laß ihn hier zu mir hersizen, und du steh vor ihn hin; so wird man den bittern und den süßen Narren nicht lange suchen müssen; der ist persönlich hier, und der andere dort. Lear. Nennst du mich einen Narren, Junge? Narr. Alle deine andre Titel, mit denen du gebohren warst, hast du weggegeben. Kent. Diß ist nicht so ganz und gar närrisch, Mylord. Narr. Nein, mein Treu! Lords und grosse Herren wollen mir's nicht lassen; wenn ich ein Monopolium dafür hätte, so würden sie auch einen Antheil daran haben wollen; ja die Damen noch dazu, sie würden nicht leiden wollen, daß ich alles Närrische für mich allein hätte, sie würden mich bemausen. Gieb mir ein Ey, Nonkel, so will ich dir zwo Kronen geben. Lear. Was für zwo Kronen sollen das seyn? Narr. Was? Wenn ich das Ey mitten in zwey geschnitten, und was darinn ist, aufgegessen habe, so geb ich dir die zwo Kronen von den Schaalen. Wie du deine Krone mitten in zwey gespalten, und beyde Theile weggegeben hast, da trugst du deinen Esel auf dem Rüken durch den Koth; du hattest wenig Wiz in deiner kahlen Krone, wie du deine göldne weg gabst; wenn ich hierinn mir selbst gleich rede, so laß den peitschen, der es zuerst wahr findet. (Der Narr singt ein Liedchen.) Lear. Seit wenn seyd ihr so liederreich, Herr Bengel? Narr. Schon lange vorher, eh du deine Töchter zu deinen Müttern machtest; denn wie du ihnen die Ruthe gabst, und deine eigne Hosen herunter liessest, da-- (Er singt wieder ein Liedchen.) * Ich bitte dich, Nonkel, halt einen Schulmeister, der den Narren lügen lehre; ich habe eine rechte Lust lügen zu lernen. {ed.-* Der Übersetzer bekennt, daß er sich ausser Stand sieht, diese, so wie künftig, noch manche andre Lieder von gleicher Art zu übersezen; denn mit dem Reim verliehren sie alles. Er hat sie inzwischen hieher sezen wollen, damit andre, wenn sie Lust haben, mit mehrerm Erfolg, sich daran versuchen können. (1.) Fools ne'er had less grace in a Year for wise Men art grown foppish; And Know not how their Wits to wear their Manners are so apish. (2.) Then they for sudden joy did weep And I for sorrow sung, That such a King should play bo-peep And go the fools among.} Lear. Wenn du liegst, Schurke, so wirst du gepeitscht. Narr. Mich wundert, von was für einer Art Geschöpfe du und deine Töchter sind; sie wollen mich peitschen lassen, wenn ich die Wahrheit sage; du willt mich peitschen lassen, wenn ich lüge; und zuweilen werd' ich gepeitscht, weil ich gar nichts sage; ich wollte lieber irgend etwas anders seyn als ein Narr; und doch wollte ich nicht Du seyn, Nonkel! Du hast deinen Wiz an beyden Enden abgeschnitten, und nichts in der Mitte gelassen. Hier kömmt eines von den Stüken. Vierzehnter Auftritt. (Die Vorigen. Gonerill.) Lear. Wie nun, Tochter? was will diß Stirnband hier? Ihr rumpft seit kurzem die Stirne ein wenig zu viel. Narr. Du warest ein ganz hübscher Kerl, wie du nicht nöthig hattest, dich um ihre Falten zu bekümmern--Nun bist du ein 0 ohne Zahl; ich bin besser als du izt bist; ich bin ein Narr, und du bist nichts.--Doch, ja, mein Treu! ich will mein Maul halten-- (zu Gonerill) so befiehlt mir euer Gesicht, ob ihr gleich nichts sagt. (Er singt wieder.) (Zu Lear.) Du bist eine gescheelte Bohne. Gonerill. Nicht allein, Sir, dieser euer zaumloser Narr, sondern auch andre von euerm übermüthigen Gefolge, fangen hier stündlich Zank und Händel an, und brechen in ganz ausgelassene und unerträgliche Unordnungen aus. Ich dachte, wenn euch dieses nur bekannt gemacht würde unfehlbare Hülfe zu finden; aber nun muß ich allerdings aus dem was ihr erst kürzlich gesagt und gethan habt besorgen, daß ihr diese Ausschweiffungen in euern Schuz nehmet, und sogar selbst aufmuntert; thut ihr's, so wird der Fehler dem Tadel nicht entgehen, noch wird es an Mitteln fehlen, Einhalt zu thun; die, obgleich zu euerm Besten abgesehen, doch die unangenehme Folge haben möchten, daß ihr, nicht ohne Schaam, von der Nothwendigkeit eine vorsichtigere Aufführung lernen müßtet. Narr. Denn ihr wißt, Nonkel, der Sperling nährte den Kukuk so lang, bis seine Jungen ihm den Kopf abbissen; So löscht das Licht aus, und wir sizen im Finstern. Lear. Seyd ihr unsre Tochter? Gonerill. Ich wünschte, ihr möchtet einen Gebrauch von dem guten Verstand machen, womit ihr, wie ich weiß, so wol versehen seyd; und diese Dispositionen von euch thun, die euch seit kurzem zu etwas ganz anderm machen, als ihr ordentlicher Weise seyd. Narr. Kan ein Esel nicht wissen, wenn der Karren das Pferd zieht? Schrey, Nachtigall, ich liebe dich. Lear. Kennt mich hier jemand? Diß ist nicht Lear! Geht Lear so? spricht er so? wo sind seine Augen? Entweder ist sein Hirn geschwächt, sein Verstand in Todesschlaf versunken--Ha! wach ich?-- Es ist nicht so! wer ist hier, der mir sagen kan, wer ich bin? Lear's Schatten? Ich möcht' es gern erfahren; denn nach den Kennzeichen der untrüglichen Vernunft zu schliessen, stand ich in einem falschen Wahn, da ich Töchter zu haben glaubte. Euer Name, schönes Frauenzimmer? Gonerill. Diese Verwundrung, Sir, ist sehr im Geschmak eurer übrigen neuen Grillen. Ich bitte euch, meine Absichten recht zu verstehen. So wie ihr alt und ehrwürdig seyd, solltet ihr auch weise seyn. Ihr haltet hier hundert Ritter und Schildknappen, so ausgelassenes, verwegenes und schwelgerisches Volk, daß dieser unser Hof, von ihren Sitten angestekt, einer liederlichen Schenke gleich sieht; Epicurisches Wesen und Unzucht machen ihn mehr einem Weinhaus und Bordel, als einem fürstlichen Palast ähnlich. Die Schaam selbst spricht für ungesäumte Hülfe. Lasset euch von einer erbitten, die sonst das was sie bittet nehmen wird, euer Gefolge um fünfzig zu vermindern; und die übrig bleibenden solche Leute seyn zu lassen, die sich für eure Jahre schiken, und sich selbst und euch kennen. Lear. Finsterniß und Teufels! Sattelt meine Pferde! Ruft meine Leute zusammen--Ausgearteter Bastard! Ich will dich nicht beunruhigen. Ich habe noch eine Tochter übrig. Gonerill. Ihr schlagt meine Leute; und euer zügelloses Gesindel will von Leuten bedient seyn, die besser als sie sind. Fünfzehnter Auftritt. (Zu ihnen, der Herzog von Albanien.) Lear. Weh dem, den zu spät die Reue trift! O Sir! seyd ihr gekommen? Ist es euer Wille, sprecht, Sir? laßt meine Pferde bereit halten-- Undankbarkeit! du marmorherziger Teufel; scheußlicher wenn du dich in einem Kind zeigst, als in einem Meer-Ungeheuer. Albanien. Ich bitte, Sir, seyn Sie geduldig. Lear (zu Gonerill).) Verdammter Habicht! Du lügst! Mein Gefolge sind ausgesuchte Leute, von den seltensten Gaben, die alles kennen, was die Pflicht von einem Ritter fordert, und die den Adel ihrer Namen in allen Stüken behaupten--O sehr kleiner Fehler! Wie häßlich schienst du an Cordelia! da du, gleich einem Hebel, meine ganze Natur aus ihrer gewohnten Stellung hubst, und alle Liebe aus meinem Herzen zogst, und zu Galle machtest--O Lear, Lear, Lear! Schlag an diese Thür, (Er schlägt sich an den Kopf.) die deine Thorheit ein- und deine Vernunft ausließ--Geht, geht, meine Leute. Albanien. Mylord, ich bin so unschuldig, daß ich nicht einmal weiß, was euch in diesen Unwillen gesezt hat. Lear. Es mag so seyn, Mylord--Höre mich, Natur, theure Göttin, höre einen Vater! Hemme deinen Vorsaz, wenn er war, diß Geschöpf fruchtbar zu machen. Banne Unfruchtbarkeit in ihre Schooß, trokne die Werkzeuge der Vermehrung in ihr auf, und laß niemals aus diesem geschändeten Leib einen Säugling entspringen, der ihr Ehre mache. Muß sie aber gebähren, so erschaff ihr Kind aus Galle, und laß es leben, sie ohne Rast mit unnatürlicher Bosheit zu peinigen; laß es Runzeln in ihre junge Stirne graben, und mit glühenden Thränen Canäle in ihre Wangen äzen; laß es alle ihre Mutter-Schmerzen, mit Hohngelächter, alle ihre Wohlthaten mit Verachtung erwiedern; damit sie fühle, wie viel schärfer als einer Schlange Biß es ist, ein undankbares Kind zu haben! Geht, geht, meine Leute! Albanien. Nun, ihr Götter, die wir anbeten, woher kommt diß! Gonerill. Bekümmert euch nicht, es zu wissen, sondern laßt seinem Wahnwiz freyen Lauf-- Lear. Was? Fünfzig von meinem Gefolge auf einen Streich!--Innerhalb vierzehn Tagen! -- Albanien. Was ist denn die Sache, Mylord? Lear. Ich will dir's sagen--Leben und Tod!-- (zu Gonerill) ich schäme mich, daß du Macht hast meine Mannheit also zu erschüttern!--O! daß diese heissen Thränen, die mit Gewalt aus meinen Augen brechen, dich ihrer würdig machen könnten--Stürme und Wetter über dich! daß nichts dich gegen die unheilbaren Wunden des Fluchs eines Vaters schüze!--Ihr alten unmännlichen Augen, weint ihr schon wieder? Ich will euch ausreissen und wegwerffen, um mit dem Wasser das ihr verliehrt, Leim zu waschen. Ha! ist es dazu gekommen! So sey es dann: Ich habe eine andre Tochter, die, wie ich gewiß bin, zärtlich und hülfreich ist; wenn sie diß von dir hören wird, sie wird dein wolfisches Gesicht mit ihren Nägeln zerkrazen; du sollt finden, daß ich die Gestalt wieder annehmen werde, die ich, deiner Einbildung nach, auf ewig abgelegt habe. (Lear und Gefolge gehen ab.) Sechszehnter Auftritt. Gonerill. Hörtet ihr das? Albanien. Die grosse Liebe die ich zu euch trage, kan mich nicht so partheyisch machen, Gonerill-- Gonerill. Ich bitte euch, seyd ruhig--Wie? Oswald; hO! Ihr, Sir, mehr Spizbube als Narr, folgt euerm Herrn. Narr. Nonkel Lear, Nonkel Lear! warte, nimm den Narren mit dir. Ein Fuchs, wenn jemand einen gefangen hat, und eine solche Tochter sollten beyde erdrosselt werden, wenn ich für meine Kappe einen Strik kauffen könnte; und hiemit zieht der Narr ab. (Geht ab.) Gonerill. Dieser Mann hat gute Anschläge!--Hundert Ritter? das wäre politisch, und sicher, ihn hundert Ritter halten zu lassen-- Wahrhaftig! damit er wegen eines jeden Traums, einer jeden Grille, jeder kleinen Beschwerung oder Unzufriedenheit wegen, seinen Aberwiz durch ihre Macht schüzen, und unser Leben in seiner Willkühr haben könnte--Oswald, sag ich! Albanien. Eure Furcht kan zu weit gehen-- Gonerill. Es ist sicherer, als zuviel trauen. Laßt mich immer die Kränkungen die ich befürchte, aus dem Wege räumen, anstatt immer zu fürchten, daß ich gekränkt werde. Ich kenne sein Herz; ich habe meiner Schwester geschrieben, was für Reden er ausgestossen hat; wenn sie ihn mit seinen hundert Rittern unterhalten wird, nachdem ich ihr die Unschiklichkeit davon gezeigt haben werde. -- (Der Haushofmeister kömmt.) Wie steht es, Oswald? Habt ihr den Brief an meine Schwester geschrieben? Hofmeister. Ja, Gnädige Frau. Gonerill. Nehmet einige Leute mit euch, und ohne Verzug zu Pferde; berichtet sie umständlich von allen meinen Besorgnissen, und füget solche Gründe von euern eignen bey, die zu derselben Bestätigung dienen können. Eilet, und beschleuniget eure Rükkunft. (Der Hofmeister geht ab.) Nein, nein, Mylord, ob ich gleich diese milchigte Gelindigkeit eurer Gemüthsart nicht schelten will, so werdet ihr doch, mit Erlaubniß, mehr wegen Mangel an Klugheit getadelt, als wegen dieser harmlosen Mildigkeit gepriesen. Albanien. Wie weit eure Augen ins Verborgne dringen mögen, kan ich nicht sagen; aber die Bestrebung nach etwas besserm, beraubt uns oft dessen was gut war. Gonerill. Nun dann-- Albanien. Wohl, wohl, der Ausgang-- (Sie gehen ab.) Siebenzehnter Auftritt. (Ein Vorhof an des Herzogs von Albaniens Palast.) (Lear, Kent, Ritter und Narr treten wieder auf.) Lear. Geht ihr voraus zu Gloster mit diesen Briefen. Sagt meiner Tochter von allem was ihr wißt, nichts weiter, als was sie euch aus dem Briefe fragen wird; wenn ihr nicht sehr eilfertig seyn werdet, so werde ich vor euch dort seyn. Kent. Ich will nicht schlafen, Mylord, bis ich eure Briefe abgegeben habe. (Geht ab.) Narr. Wenn jemands Hirn in seinen Fußsolen wäre, wäre es nicht in Gefahr, Schwülen zu kriegen? Lear. Freylich, Junge. Narr. So bitt' ich dich, sey nur gutes Muths, dein Wiz wird die Schuhe nie zu Pantoffeln machen müssen. Lear. Ha, ha, ha! Narr. Wirst sehen, deine andre Tochter wird freundlich gegen dich seyn; denn, wenn sie schon dieser hier so ähnlich sieht als ein Holzapfel einem Apfel, so weiß ich doch wol, was ich weiß-- Lear. Was weist du denn, Junge? Narr. Sie wird dieser hier so ähnlich schmeken als ein Holzapfel einem Holzapfel. Kanst du sagen, warum einer seine Nase mitten im Gesichte stehen hat? Lear. Nein. Narr. Warum? Damit er auf jeder Seite seiner Nase ein Auge habe, um das was er nicht riechen kan, zu sehen. Lear (vor sich). (Ich that ihr Unrecht)-- Narr. Kanst du sagen, wie eine Auster ihre Schaale macht? Lear. Nein. Narr. Ich auch nicht; aber ich kan sagen, warum eine Schneke ihr Haus trägt. Lear. Warum? Narr. Warum? ihren Kopf darein zu ziehen, und nicht es an ihre Töchter zu verschenken, und ihre Hörner ohne Futteral zu lassen. Lear. Ich will meine Natur vergessen--ein so gütiger Vater! Sind meine Pferde fertig? Narr. Deine Esel sind gegangen, darnach zu sehen; die Ursache, warum das Sieben-Gestirn nicht mehr als sieben Sterne hat, ist eine artige Ursache. Lear. Weil es nicht acht sind. Narr. Das ist es, in der That--du würdest einen feinen Narren abgeben. Lear. Es mit Gewalt wieder zu nehmen!--Ungeheuer von Undankbarkeit! Narr. Nonkel, wenn ihr mein Narr wäret, so würd' ich dich geprügelt haben, weil du vor der Zeit alt worden bist. Lear. Wie so? Narr. Du hättest nicht alt werden sollen, bis du klug gewesen wärest. Lear. O! laß mich nicht wahnwizig werden, nicht wahnwizig, gütiger Himmel! Erhalte mich gelassen, ich möchte nicht wahnwizig seyn. (Ein Ritter kömmt.) Sind die Pferde fertig? Ritter. Ja, Mylord. Lear. Komm, Junge. (Sie gehen ab.) Zweyter Aufzug. Erster Auftritt. (Ein Schloß des Grafen von Gloster.) (Edmund und Curan treten von verschiedenen Seiten auf.) Edmund. Glük zu, Curan! Curan. Und euch, Sir. Ich bin bey euerm Vater gewesen, und habe ihm angesagt, daß der Herzog von Cornwall und Regan seine Gemahlin, heute bey ihm übernachten werden. Edmund. Wie kömmt das? Curan. Das weiß ich nicht; ihr habt ohne Zweifel gehört was Neues vorgeht-- ich meyne Neuigkeiten, die ins Ohr geflüstert werden; denn es sind noch Heimlichkeiten. Edmund. Ich weiß nichts; ich bitte euch, was ist es? Curan. Habt ihr nichts von einem vermuthlichen Krieg zwischen den Herzogen von Cornwall und Albanien gehört? Edmund. Nicht ein Wort. Curan. So könnt ihr euch beizeiten anschiken. Lebet wohl, Sir. (Gehen ab.) Zweyter Auftritt. Edmund. Der Herzog auf die Nacht hier! desto besser! ja das Beste! Das webt sich selbst mit Gewalt in mein Geschäfte ein. Mein Vater hat Wachen ausgestellt, sich meines Bruders zu bemächtigen; und ich habe nur noch eine Kleinigkeit zu verrichten--Kürze und Glük!-- Bruder, ein Wort, kommt herunter; Bruder, sag ich-- (Edgar kömmt.) Mein Vater wacht--O Sir, flieht diesen Ort. Es ist verrathen worden, wo ihr verborgen seyd; ihr habt izt den Vortheil der Nacht--Habt ihr nichts wider den Herzog von Cornwall gesprochen? Er kömmt noch diese Nacht hieher, in gröster Eile, und Regan mit ihm; habt ihr nichts zum Besten seiner Parthey wider den Herzog von Albanien gesprochen? Besinnet euch! Edgar. Ich kan euch versichern, kein Wort. Edmund. Ich höre meinen Vater kommen. Verzeihet mir--aus Verstellung muß ich meinen Degen gegen euch ziehen.--Ziehet, stellet euch als ob ihr euch vertheidiget--Nun ist es genug, weichet--kommt meinem Vater zuvor-- (laut) Licht, he! holla! (leise) Flieht, Bruder-- (laut) Fakeln! (leise) lebet wohl! (Edgar flieht.) Ein wenig Blut würde die Meynung erweken, daß ich einen härtern Stand gehabt hätte, (er verwundet sich am Arm.) Ich habe Trunkenbolde gesehen, die nur zum Scherz mehr gethan haben als diß; (laut) Vater, Vater! Haltet ihn! Haltet ihn! Will mir niemand helfen? Dritter Auftritt. (Gloster und Bediente mit Fakeln.) Gloster. Nun, Edmund, wo ist der Bösewicht? Edmund. Hier stund er im Finstern, sein blosses Schwerdt in der Hand, und murmelte verfluchte Zauberwörter um den Mond zu beschwören, seinem Vorhaben günstig zu seyn-- Gloster. Aber wo ist er dann? Edmund. Sehen Sie, Mylord, ich blute. Gloster. Wo ist der Bösewicht, Edmund? Edmund. Dahinaus floh' er, Mylord, wie er sahe daß es unmöglich war-- Gloster. Verfolgt ihn, fort, sezt ihm nach!--daß es unmöglich war--Was? Edmund. Mich zu bereden, Euer Gnaden zu ermorden; sondern ich ihm entgegen hielt, daß die rächenden Götter alle ihre Donnerkeile auf Vatermörder schiessen, und mit wie vielen und grossen Pflichten ein Sohn seinem Vater verbunden sey--Kurz, Mylord, da er sah' wie sehr ich seinem unnatürlichen Vorhaben entgegenstund, fiel er mich in gröster Wuth an, da ich mich nichts weniger versah', und verwundete mich am Arm; wie er aber merkte, daß meine billig aufgebrachte Lebensgeister, kühn auf die Gerechtigkeit meiner Sache, sich seinem Angriff entgegensezten, oder vielleicht weil ihn der Lerm den ich machte, erschrekte, floh' er plözlich davon. Gloster. Laßt ihn fliehen: in diesem Land kan er nicht bleiben, ohne gefangen zu werden, und nicht gefangen werden, ohne seinen Lohn zu bekommen. Der Herzog, mein Herr, mein würdiger Gebieter und Gönner, kommt diese Nacht; unter seinem Namen, will ich ausruffen lassen, daß derjenige, der ihn findet, und den meuchelmördrischen Buben zu seiner Straffe einliefert, unsern Dank, und wer ihn verbirgt, den Tod zum Lohn haben soll. Edmund. Als ich ihn von seinem Vorhaben abmahnte, und ihn so entschlossen fand, es zu vollbringen, drohte ich ihm zulezt mit heftigen Ausdrüken ihn zu verrathen--Du unverständiger Bastard, antwortete er mir, meynst du wenn ich gegen dir stünde, irgend eine Meynung, die man von deiner Treue, Tugend oder Rechtschaffenheit gefaßt haben kan, würde deinen Worten Glauben verschaffen, wenn ich läugne, wie ich thun werde, und wenn du auch meine eigne Handschrift aufweisen würdest! Ich wollte machen, daß alles deinem Antrieb, deinen geheimen Absichten und verdammten Ränken beygemessen würde; und du müßtest einen Dummkopf aus der Welt machen, wenn sie nicht denken sollte, die Vortheile die du von meinem Tode hättest, seyen stark genug dich anzuspornen, ihn zu suchen. Gloster. O! unerhörter verhärtetet Bösewicht!--Er wollte seinen Brief ableugnen?--Nein, ich hab ihn nicht gezeugt.--Höre, des Herzogs Trompeten! Ich weiß nicht warum er kömmt--Alle Häven will ich sperren--Der Lasterbube soll nicht entrinnen--Das muß mir der Herzog bewilligen; auch will ich sein Bildniß allenthalben umherschiken, damit das ganze Königreich die nöthige Kenntniß von ihm habe; und von allen meinen Ländereyen, will ich dich, mein getreuer und natürlicher Sohn, erbfähig zu machen wissen. Vierter Auftritt. (Cornwall, Regan und Gefolge.) Cornwall. Wie geht's, mein edler Freund? Seit ich hier angelangt bin, welches doch nur eben izt ist, hab ich seltsame Neuigkeiten gehört. Regan. Wenn sie wahr sind, so fällt alle Rache zu kurz, die den Übelthäter verfolgen kan; wie befindet ihr euch, Mylord? Gloster. O, Madam, mein altes Herz ist gebrochen, in Stüken zerschlagen! Regan. Wie? Meines Vaters Taufpathe;* der, dem mein Vater den Namen gab, euer Edgar? {ed.-* Hier vergißt der Poet mit einer ihm sehr gewöhnlichen Distraction, daß seine Personen Heiden sind.} Gloster. O Lady, Lady, die Schaam möchte es verbergen können! Regan. War er etwann ein Gespiel von den lüderlichen Rittern, die meinen Vater bedienen? Gloster. Ich weiß es nicht, Gnädige Frau; es ist zu arg, zu arg! Edmund. Ja, Gnädige Frau, er war von dieser Cameradschaft. Regan. Kein Wunder also, wenn er so schlimme Dinge vornahm; sie sind es, die ihn zur Ermordung des alten Mannes aufgemuntert haben, um seine Einkünfte mit ihm verprassen zu können. Ich habe eben diesen Abend von meiner Schwester genaue Nachrichten von ihnen erhalten, und mit solchen Umständen, daß wenn sie kommen, sich in meinem Haus aufzuhalten, ich nicht daheim seyn werde. Cornwall. Noch ich, das versichre ich dich, Regan. Ich höre, Edmund, daß ihr euerm Vater eine grosse Probe von kindlicher Liebe gegeben habt. Edmund. Es war meine Pflicht, Mylord. Gloster. Er entdekte seine boshaften Anschläge, und bekam diesen Stoß von ihm, wie ihr sehet, da er sich bemühete ihn abzuhalten. Cornwall. Wird er verfolgt? Gloster. Ja, mein gütiger Lord. Cornwall. Wenn er ertappt wird, so soll jedermann seinetwegen ausser Furcht gesezt werden: Bedient euch hierinn aller meiner Gewalt nach euerm eignen Gefallen. Was euch betrift, Edmund, dessen Tugend und kindliche Treue sich in dieser Probe selbst empfiehlt, Ihr sollt der Unsrige seyn; Gemüther von so vollkommner Zuverlässigkeit haben wir am meisten nöthig; wir bemächtigen uns hiemit Eurer Dienste. Edmund. Aufs wenigste, werde ich Euer Gnaden getreulich dienen. Gloster. Ich danke Euer Gnaden. Cornwall. Ihr wißt nicht, warum wir euch diesen Besuch machen-- Regan. Bey so ungewohnter Zeit, und in der finstersten Nacht;--Umstände, edler Gloster, von einigem Gewicht, worinn wir euers Raths bedürfen, veranlasen uns. Unser Vater, unsre Schwester, haben beyde über Zwistigkeiten geschrieben, die ich am füglichsten aus euerm Hause beantworten zu können glaubte; die verschiedenen Boten erwarten von hier, abgefertiget zu werden. Ihr, unser guter alter Freund, helfet zu unsrer Beruhigung, und ertheilet euern nöthigen Rath zu unsern Angelegenheiten, welche augenblikliche Besorgung erfodern. Gloster. Ich bin zu Dero Diensten, Madame; Euer Gnaden sind höchlich willkommen. (Sie gehen ab.) Fünfter Auftritt. (Kent und der Haushofmeister der Lady Gonerill treten von verschiedenen Seiten auf.) Hofmeister. Einen guten Abend, Freund; bist du hier vom Hause? Kent. Ja. Hofmeister. Wo können wir unsre Pferde abstellen? Kent. Im Koth. Hofmeister. Sey so gut und sag mir's, wenn du mich liebst. Kent. Ich liebe dich nicht. Hofmeister. So frag ich auch nichts nach dir. Kent. Wenn ich dich kreuzweise gebunden in Lipsbury hätte, ich wollte dich lehren nach mir zu fragen. Hofmeister. Warum begegnest du mir so, der ich dich nicht einmal kenne? Kent. Ich kenne dich, Bursche. Hofmeister. Wofür kennst du mich dann? Kent. Für einen Schlingel, einen Schurken, einen Tellerleker, einen niederträchtigen, hochmüthigen, holen, bettlermässigen, drey- rokichten, schmuzigen, lumpichten Schurken, einen weißleberichten, maußköpfigen Schurken, einen Huren-Sohn von einem glasaugichten, überdienstfertigen, abgefeimten Galgenschwengel; einen, der eine Kupplerin seyn würde, um jemanden einen Dienst zu thun, und der nichts anders ist als eine Composition von einem Spizbuben, einem Bettler, einer Memme und einem Hurenwirth, und der Sohn und Erbe einer Bastard-Hündin; einen den ich prügeln will, bis du wie ein kleiner Junge weinst, wofern du nur eine einzige Sylbe von diesem deinem Titel läugnest. Hofmeister. Wie? was für ein ungeheurer Kerl bist du, einen Menschen so zu schimpfen, den du nicht kennst, und der dich nicht kennt? Kent. Und was für ein ausgeschämter Raker bist du, zu läugnen, daß du mich kennst? Ist es schon zwey Tage, seitdem ich dir ein Bein unterschlug, und dich vor dem König prügelte? Zieht vom Leder, ihr Schurke; wenn es schon Nacht ist, so scheint doch der Mond; ich will machen, daß er durch euch hindurch scheinen soll; ihr Hurensohn von einem rakermässigen Bartkrazer, zieht. Hofmeister. Fort, ich habe nichts mit dir zu thun. Kent. Zieht, ihr Halunke! Ihr kommt mit Briefen wider den König, und nehmt des Püppchens (Vanitas) Parthey wider die Majestät ihres Vaters; zieht, ihr Lumpenhund, oder ich will eure Beine dermassen rösten--zieht, sage ich, hieher, Schurke-- , 1 - - 2 , ; 3 , . 4 5 . 6 ? 7 8 . 9 , , , 10 ; , 11 . . 12 13 . 14 , ; 15 , 16 . - ! ! - ! - - 17 ? ? , . , 18 , ! , ? ( 19 . ) 20 21 . 22 - - 23 24 ( . ) 25 26 . 27 ? - - ? ! 28 , ? 29 ? 30 31 . 32 , , . 33 34 . 35 , ? 36 37 . 38 , . 39 40 . 41 ? 42 43 . 44 , ; 45 , 46 , - - 47 , , 48 . 49 50 . 51 ! ? 52 53 . 54 , , ; 55 , , 56 . 57 58 . 59 . 60 , 61 , 62 , . 63 . ? 64 . 65 66 . 67 , 68 . 69 70 . 71 ; . , 72 , . , 73 - - - - ! , ? , 74 ? 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