Es würkt: (laut) folge mir! (du hast dich wohl gehalten, Ariel) folge mir. (Zu Ariel.) Höre, was du weiter zu verrichten hast. (Er sagt dem unsichtbaren Ariel etwas in Geheim.) Miranda (zu Ferdinand.) Fasset Muth, mein Herr; mein Vater ist von einer bessern Gemüthsart, als ihr aus seinen Worten schliessen könnt; sein iziges Betragen ist etwas ungewohntes. Prospero (zu Ariel.) Du sollst so frey seyn als die Winde auf hohen Bergen; aber unter der Bedingung, daß du meinen Befehl in allen Puncten aufs genaueste vollziehest. Ariel. Nach dem Buchstaben. Prospero. Komm, folge mir! Sprich du nicht für ihn. (Sie gehen ab.) Zweyter Aufzug. Erste Scene. (Ein andrer Theil der Insel.) (Alonso, Sebastian, Antonio, Gonsalo, Adrian, Francisco, und andre Hofleute, treten auf.) Gonsalo. Ich bitte euch, Gnädigster Herr, gutes Muths zu seyn; wir haben alle Ursache zur Freude; denn unsre Errettung geht weit über unsern Verlust. Das Unglük das wir gehabt haben, ist etwas gemeines; jeden Tag hat irgend eines Schiffers Weib oder irgend ein Kauffmann das nehmliche Thema zu klagen; aber von einem solchen Wunder wie unsre Erhaltung ist, wissen unter Millionen nur wenige zu sagen. Wäget also, Gnädigster Herr, weislich unsern Kummer gegen unsern Trost, und beruhiget euch. Alonso. Ich bitte dich, schweige. [Sebastian.* Er nimmt deinen Trost an, wie kalte Suppe. {ed.-* Alle diese Reden, welche man zur Unterscheidung in [ ] eingeschlossen, scheinen von einer fremden Hand, vielleicht von Schauspielern, eingeschoben, um so mehr als es nicht nur an sich sehr ungereimtes Zeug, sondern in dem Mund unglüklicher schiffbrüchiger Leute eine höchst unnatürliche und unschikliche Spaßhaftigkeit ist. Es kommen noch mehr Reden von dieser Art in dem übrigen Theil dieser Scene vor. Pope.} Antonio. Gonsalo wird sich nicht so leicht abweisen lassen. Sebastian. Seht, er zieht seinen Wiz auf wie eine Taschenuhr, den Augenblik wird er schlagen. Gonsalo. Gnädigster Herr-- Sebastian. Eins; zählet, Antonio-- Gonsalo. Wenn einer einem jeden Verdruß der ihm aufstößt, nachhängen will, so hat er nichts davon als-- Sebastian. Einen Thaler. Gonsalo. (Dolores),** in der That, ihr habt besser gesprochen, als ihr im Sinne hattet. {ed.-** Der frostige Spaß ligt in dem ähnlichen Schall der Worte (dollar), und (dolour).} Sebastian. Und ihr habt es weislicher aufgenommen, als ich euch zugetraut habe. Gonsalo. Folglich, gnädigster Herr-- Antonio. Pfui, wie der Mann seine Zunge verschwendet! Alonso. Ich bitte dich, sey ruhig. Gonsalo. Gut, ich bin fertig; aber doch-- Sebastian. Will er reden. Antonio. Was wetten wir, wer von beyden, er oder Adrian zuerst anfangen wird zu krähen? Sebastian. Der alte Hahn. Antonio. Der junge. Sebastian. Gut, was wetten wir? Antonio. Ein Gelächter. Sebastian. Es bleibt darbey. Adrian. Obgleich diese Insel wüste scheint-- Sebastian. Ha, ha, ha--So, ihr seyd bezahlt. Adrian. Unbewohnbar, und in der That ganz unzugangbar-- Sebastian. So kan sie doch-- Adrian. So kan sie doch-- Antonio. So kan er doch nicht weiter-- Adrian. Nicht anders, als von einer subtilen zärtlichen und angenehmen Temperatur seyn. Antonio. (Temperantia) war ein hübsches Mensch. Sebastian. Ja, und subtil, wie er auf eine sehr gelehrte Art angemerkt hat. Adrian. Die Luft weht uns hier recht lieblich an-- Sebastian. So lieblich, als ob sie eine faule Lunge hätte. Antonio. Oder als ob sie von einem Morast parfümirt würde. Gonsalo. Man findet alles hier, was zu einem angenehmen Leben gehört. Antonio. In der That, ausser nichts zu essen. Sebastian. Nun, das eben nicht. Gonsalo. Wie frisch und anmuthig das Gras aussieht! wie grün! Antonio. In der That, der Boden ist braungelb. Sebastian. Mit einem Gedanken von grün vermengt. Antonio. Er trift es doch nicht übel. Sebastian. Nicht übel; es ist weiter nichts, als daß er die Wahrheit ganz und gar verfehlt. Gonsalo. Das seltsamste aber, und was in der That allen Glauben übersteigt-- Sebastian. Wie manche Raritäten der Reisebeschreiber-- Gonsalo. Ist, daß unsre Kleider, ungeachtet sie im Meer wohl durchnezt worden, nichts destoweniger Farbe und Glanz behalten haben; man sollte eher denken, sie seyen noch einmal gefärbt, als vom Seewasser beflekt worden. Antonio. Wenn nur eine von seinen Taschen reden könnte, würde sie ihn nicht Lügen strafen? Gonsalo. Mich dünkt, unsre Kleider sehen so neu aus, als wie wir sie in Africa das erstemal anzogen, da der König seine schöne Tochter Claribella mit dem Könige von Tunis vermählte. Sebastian. Es war eine lustige Hochzeit, und die Heimreise schlägt uns recht wohl zu. Adrian. Tunis hat noch nie die Ehre gehabt, eine Königin von so seltnen Vollkommenheiten zu haben. Gonsalo. Seit der Wittwe Dido Zeiten nicht. Antonio. Wittwe? daß der Henker die Wittwe! Wie kommt diese Wittwe hieher? warum Wittwe Dido? Sebastian. Und wie, wenn er noch gesagt hätte: Wittwer Äneas? Euer Gnaden nehmen ihm auch alles zum schlimmsten auf. Adrian. Wittwe Dido, sagtet ihr? Dabey fällt mir auch etwas aus der Schule ein. Dido war von Carthago, nicht von Tunis. Gonsalo. Aber Tunis, mein guter Herr, war einst Carthago. Adrian. Carthago? Gonsalo. Das versichre ich euch, Carthago. Antonio. Sein Wort ist über die wunderthätige Harfe Amphions. Sebastian. Es richtet die Mauren mit samt den Häusern auf. Antonio. Was für unmögliche Dinge wird er nun zustande bringen? Sebastian. Ich denke, er wird auf der Heimreise diese Insel in seine Tasche steken, und sie seinem Buben statt eines Apfels nach Hause bringen. Antonio. Und die Kerne davon in das Meer säen, damit er eine junge Zucht von Inseln kriegt. Alonso. Wie, wovon sprecht ihr? Gonsalo. Gnädigster Herr, wir redten davon, daß unsre Kleider noch so neu aussehen, als wie wir sie zu Tunis auf eurer Tochter Vermählungsfest trugen.] Alonso. Ihr erinnert mich zur Unzeit an das, worüber ich mir selbst nur allzuviel Vorwürfe mache--Wollte der Himmel, ich hätte meine Tochter nie zu Tunis verheurathet! Weil ich dahin reißte, hab ich meinen Sohn verlohren, und meiner Rechnung nach, sie dazu; da sie soweit von Italien entfernt ist, daß ich sie nimmer wiedersehen werde. O du mein Erbe von Neapel und Meiland, was für einem Meer- Ungeheuer bist du zur Speise geworden! Francisco. Sire, verhoffentlich lebt er noch. Ich sah ihn die entgegenschwellenden Wellen unter ihm wegschlagen, und auf ihrem bezwungenen Rüken reiten; er erhielt sein kühnes Haupt immer über ihnen empor, und steurte sich selbst mit starken Armen ans Ufer, welches sich über seine von den Wellen abgespülte Basis in die See hinaus bog, als ob es ihm eine Zuflucht darbieten wollte. Ich zweifle nicht, er kam lebendig ans Land. Alonso. Nein, nein, er ist nicht mehr. Sebastian. Sire, diesen grossen Verlust habt ihr niemand zu danken als euch selbst, da ihr eure Tochter lieber an einen Africaner verliehren, als unser Europa mit ihr beglükseligen wolltet. Alonso. Ich bitte dich, sey ruhig. Sebastian. Wir alle ermüdeten euch ihrentwegen mit Bitten und Kniefällen, und die schöne Seele selbst wog zwischen Neigung und Gehorsam, wohin sich das Wagzünglein neigen sollte. Ich besorge, wir haben euern Sohn auf ewig verlohren; Meiland und Neapel haben mehr Weiber, die dieses Geschäfte zu Wittwen gemacht hat, als wir Männer mitbringen sie zu trösten. Der Fehler ist euer eigen. Alonso. So wie der gröste Verlust. Gonsalo. Prinz Sebastian, wenn ihr gleich die Wahrheit sagt, so sagt ihr sie doch auf eine unfreundliche Art, und zur Unzeit; ihr reibt die Wunde, da ihr ein Pflaster drauf legen solltet. Sebastian. Wohl gesprochen! Antonio. Und sehr chirurgisch! Gonsalo. Sire, es ist schlimmes Wetter bey uns allen, wenn Euer Majestät bewölkt ist. Sebastian. Schlimmes Wetter? Antonio. Sehr schlimmes. Gonsalo. Hätte ich eine Pflanzstätte in dieser Insel anzulegen, Gnädigster Herr-- Antonio. So würd' er Brenn-Nessel-Saamen drein säen. Sebastian. Oder Kletten und Pappel-Kraut. Gonsalo. Und wäre der König davon, was würd' ich thun? Sebastian. Euch wenigstens nicht betrinken, denn ihr hättet keinen Wein. Gonsalo. Die Einrichtung des gemeinen Wesens müßte mir gerade das Wiederspiel von allen unsrigen seyn; denn ich wollte keine Art von Handel und Wandel gestatten; Von Obrigkeitlichen Ämtern sollte nur nicht der Name bekannt seyn; Von allen Wissenschaften sollte man nichts wissen; Kein Reichthum, keine Armuth, kein Unterschied der Stände; nichts von Käuffen, Erbschaften, Marchen, Grenzsteinen, Braachfeldern noch Weinbergen; Kein Gebrauch von Metall, Korn, Wein oder Öl; Keine Arbeit, alle Leute müßig, alle, und die Weiber dazu; aber alles in Unschuld. Keine Oberherrschaft-- Sebastian. Und doch wollt' er König davon seyn. Antonio. Das Ende von seiner Republik vergißt den Anfang*** {ed.-*** Dieses ganze Gespräch ist eine feine Satyre über die Utopischen Tractate von Regierungsformen, und die schimärischen und unbrauchbaren Entwürfe, die darinn angepriesen werden. Warbürton.} Gonsalo. Alle Dinge sollten gemein seyn; die Natur sollte alles von sich selbst hervorbringen, ohne Arbeit und Schweiß der Menschen. Keine Verrätherey, keine Übelthaten, folglich auch kein Schwerdt, kein Spieß, kein Messer, kein Schießgewehr, kurz keine Nothwendigkeit von irgend einem Instrument; denn die Natur sollte aus eignem Trieb alles in Überfluß hervorbringen, was zum Unterhalt meines unschuldigen Volkes nöthig wäre. Sebastian. Würde man denn in seiner Republik nicht auch heurathen? Antonio. Heurathen? Nichts weniger; lauter müßiges Volk, Huren und Spizbuben. Gonsalo. Ich wollte mit einer solchen Vollkommenheit regieren, Gnädigster Herr, daß das goldne Alter selbst nicht damit in Vergleichung kommen sollte. Sebastian. Der Himmel schüze seine Majestät! Antonio. Lang lebe Gonsalo! Gonsalo. Ihr versteht mich doch-- Alonso. Ich bitte dich, hör auf; du unterhältst mich mit einem Gespräch von Nichts. Gonsalo. Das glaub ich Euer Majestät, und ich that es bloß, um diesen beyden Herren Gelegenheit zum Lachen zu geben; denn sie haben so reizbare und zärtliche Lungen, daß sie immer über nichts zu lachen pflegen. Antonio. Wir lachten über euch. Gonsalo. Der in dieser Art von Spaßhaftigkeit gegen euch nichts ist; ihr könnt also fortfahren, über nichts zu lachen. Antonio. Das hat eine Ohrfeige seyn sollen? Sebastian. Wenn sie nicht neben bey gefallen wäre. Gonsalo. Ihr seyd tapfre Herren; ihr würdet den Mond aus seinem Kreise heben, wenn er nur fünf Wochen nach einander ohne abzunehmen scheinen würde. (Ariel erscheint, den redenden Personen unsichtbar, mit einer ernsthaften und einschläfrenden Musik.) Sebastian. Das wollten wir, und dann auf den Vogel-Heerd. Antonio (zu Gonsalo.) Nein, mein guter Herr, werdet nicht böse. Gonsalo. Ich stehe euch davor, daß ich zu gescheidt bin über eure Einfälle böse zu werden. Wollt ihr mich in den Schlaf lachen? denn ich bin ganz schläfrig. Antonio. Geht, schlaft und hört uns zu. Alonso. Wie? Alle schon eingeschlafen! Meine Augen schliessen sich auch, möchten sie meine Gedanken zugleich verschliessen! Sebastian. Sire, wiedersteht dem Schlummer nicht, der sich euch anbietet. Er besucht selten den Kummer, und wenn er's thut, ist er ein Tröster. Antonio. Wir zween, Gnädigster Herr, wollen indessen daß ihr der Ruhe geniesset, für eure Sicherheit wachen. Alonso. Ich danke euch--eine wunderbare Schläfrigkeit! -- (Alle schlaffen, ausser Sebastian und Antonio.) Sebastian. Was für ein seltsamer Taumel ist das, der sich ihrer bemeistert? Antonio. Die Beschaffenheit des Clima muß daran Ursache seyn. Sebastian. Warum sinken dann unsre Auglieder nicht auch? Ich spüre nicht die mindeste Schläfrigkeit. Antonio. Ich auch nicht; meine Lebensgeister sind ganz munter. Sie fielen alle hin als ob sie es mit einander abgeredet hätten, sie sanken um, wie vom Donner gerührt. Was könnte, würdiger Sebastian--O! was könnte--Nichts weiter!--Und doch, dünkt mich, ich seh es in deinem Gesicht, was du seyn solltest. Die Gelegenheit sagt es dir, und meine Einbildungs-Kraft sieht eine Krone über deinem Haupte schweben. Sebastian. Wie? wachest du? Antonio. Hört ihr mich denn nicht reden? Sebastian. Ich höre dich, aber wahrhaftig es sind Reden eines Schlafenden; du sprichst im Schlaf. Was sagtest du? Es ist ein seltsamer Schlaf, mit weitofnen Augen zu schlafen; stehen, reden, sich bewegen, und doch so hart eingeschlaffen seyn! Antonio. Edler Sebastian, du lässest dein Glük schlafen. Stirb lieber! du wachest mit geschloßnen Augen. Sebastian. Du schnarchest verständlich; es ist Bedeutung in deinem Schnarchen. Antonio. Ich bin ernsthafter als meine Gewohnheit ist. Seyd auch so, wenn ich euch rathen darf; und es wird euer Glük seyn, euch rathen zu lassen. Sebastian. Gut, ich bin stehendes Wasser. Antonio. Ich will euch fliessen lehren. Sebastian. Thue das; stehen lehrt mich meine angeerbte Trägheit. Antonio. O! wenn ihr nur wißtet, wie sehr ihr meinen Vorschlag liebet, ob ihr ihn gleich zu verwerfen, wie ihr euch immer mehr darinn verwikelt, je mehr ihr euch loß zu winden scheint. Langsame Leute werden oft durch ihre Zagheit oder Trägheit nur desto schneller auf den Grund gezogen. Sebastian. Ich bitte dich, sprich deutlich. Dein Blik und deine glühende Wange verkündigen, daß du mit irgend einem grossen Vorhaben schwanger gehst, von dem du so voll bist, daß du es nicht länger zurükhalten kanst. Antonio. Hier ist es, Prinz. Ungeachtet dieser Höfling, schwachen Angedenkens (es wird gewiß seiner wenig gedacht werden, wenn er einmal eingescharrt ist) den König beynahe überredet hat (denn er ist ein Geist der Überredung, er kan sonst nichts als überreden) daß sein Sohn noch lebe; so ist es doch so unmöglich, daß er nicht im Wasser umgekommen seyn sollte, als daß der schwimmt, der hier schläft. Sebastian. Ich habe keine Hoffnung, daß er mit dem Leben davongekommen seyn möchte. Antonio. O sagt mir nichts von Hoffnung--Was für grosse Hoffnung hättet ihr-- die Hoffnung ligt nicht auf diesem Wege; es ist ein andrer, der zu einer so hohen Hoffnung führt, daß der Ehrgeiz keinen Blik dahin thut, ohne an der Würklichkeit dessen was er sieht zu zweifeln. Wollt ihr mir eingestehen, daß Ferdinand umgekomen ist? Sebastian. Ich glaub es. Antonio. So sagt mir dann, wer ist der nächste Erbe von Neapel? Sebastian. Claribella. Antonio. Sie, welche Königin von Tunis ist; sie, die zehen Meilen hinter einem Menschenalter wohnt; sie, die von Neapel nicht eher eine Nachricht haben kan, (es wäre denn daß die Sonne der Postillion seyn wollte, der Mann im Monde wäre zu langsam) bis neugebohrne Kinne bärtig worden sind; sie, um deren willen wir vom Meer verschlungen worden; obgleich einige, die wieder ausgeworfen worden, von diesem Zufall Gelegenheit nehmen mögen, eine Scene zu spielen, wovon das Vergangne der Prologus ist; Sebastian. Was für Zeug ist das? Was sagt ihr? Es ist wahr, meines Bruders Tochter ist Königin von Tunis, sie ist auch Erbin von Neapel, und zwischen diesen beyden Reichen ist ein ziemlicher Raum. Antonio. Ein Raum, wovon jede Spanne auszuruffen scheint: wie? soll diese Claribella uns nach Neapel zurük messen? Sie mag in Tunis bleiben, und Sebastian mag erwachen. Sagt mir, gesezt was sie izt befallen hat wäre der Tod, nun denn, sie wären nicht weniger gefährlich als sie izt sind; es giebt jemand, der Neapel eben so gut regieren kan als der so schläft; Leute genug, die so langweilig und unnöthig plaudern können als dieser Gonsalo; ich selbst wollte eine eben so geschwäzige Dole machen können. O! daß ihr mein Herz hättet! was für ein vortheilhafter Schlaf wäre diß für euch! Versteht ihr mich? Sebastian. Mich däucht ja. Antonio. Und wie gefällt euch euer gutes Glük? Sebastian. Ich erinnre mich, daß ihr euern Bruder Prospero aus dem Sattel hubet. Antonio. Das that ich, und seht wie wohl mir meine Kleider stehen; meines Bruders Diener waren einst meine Gesellen, izt sind sie meine Leute. Sebastian. Aber euer Gewissen-- Antonio. Nun ja, Herr; wo ligt das? Wenn es ein Hünerauge wäre, so müßt' ich in Pantoffeln gehen; aber in meinem Busen fühl ich diese Gottheit nicht. Hätten zehen Gewissen zwischen mir und Meiland gestanden, sie hätten gefrieren und wieder aufthauen mögen so oft sie gewollt hätten, ohne mich zu beunruhigen. Hier ligt euer Bruder--nicht besser als die Erde worauf er liegt, wenn er das wäre, was er izt zu seyn scheint, todt; mit drey Zollen von diesem gehorsamen Stahl kan ich ihn auf ewig einschläfern; ihr, wenn ihr eben das thun würdet, könntet diesen altfränkischen Moralisten, diesen Sir Prudentius befördern, damit er uns keine Händel machen könne. Was die übrigen betrift, das sind Leute die sich berichten lassen; sie werden uns die Gloke zu einem jeden Geschäfte sagen, das unserm Angeben nach, in dieser oder jener Stunde gethan werden muß. Sebastian. Dein Beyspiel, theurer Freund, soll mein Muster seyn; Ich will Neapel gewinnen wie du Meiland. Zieh deinen Degen; Ein einziger Streich soll dich von dem Tribut befreyen, den du bezahlst, und zum Liebling eines Königs machen. Antonio. Ziehet auch, und wenn ich mit dem Arm aushohle, so fallet über Gonsalo her. Sebastian. O! nur ein Wort noch-- (Ariel erscheint mit Musik.) Ariel. Mein Gebieter, der die Gefahr worinn seine Freunde sind, vorhersah, sendet mich, da sein Entwurf von ihrem Leben abhangt, sie zu erhalten. (Er singt dem Gonsalo ins Ohr:) Ihr schlaft und schnarchet sorgenfrey, Weil mördrische Verrätherey Zu euerm Unglük wacht. Auf, auf, seht den gezükten Tod Der euerm sichern Naken droht; Erwacht! Erwacht! Erwacht! Antonio. So laß uns schnell seyn. Gonsalo. Ha, ihr guten Engel, beschüzt den König! (Alle erwachen.) Alonso. Wie, was ist dieses? ha! Erwachet! Warum steht ihr mit entblößtem Degen? Warum solche gespenstmäßige Blike? Gonsalo. Was ist begegnet? Sebastian. Weil wir hier standen für die Sicherheit eurer Ruhe zu wachen, hörten wir eben izt ein holes Gebrüll wie von Ochsen, oder vielmehr von Löwen. Erwachtet ihr nicht daran? Es schallte recht fürchterlich in meine Ohren. Alonso. Ich hörte nichts. Antonio. O! es war ein Getös, eines Ungeheuers Ohr zu erschreken, ein Erdbeben zu verursachen; gewiß es war das Gebrüll einer ganzen Heerde von Löwen. Alonso zu (Gonsalo.) Hörtet ihr's? Gonsalo. Auf meine Ehre, Sire, ich hörte ein Sumsen, und das ein recht seltsames, wovon ich erwachte. Ich rüttelte euch, Gnädigster Herr, und schrie; wie ich meine Augen aufthat, sah ich ihre Degen gezogen; es war ein Getöse, das ist die Wahrheit. Das beste wird seyn, wenn wir auf unsrer Huth stehen, oder diesen Ort gar verlassen. Wir wollen unsre Degen ziehen. Alonso. Wir wollen weiter gehen, und fortfahren meinen armen Sohn zu suchen. Gonsalo. Der Himmel schüze ihn vor diesen wilden Thieren; denn er ist gewiß in der Insel. Alonso. Laß uns alle gehen. Ariel. Prospero mein Gebieter soll sogleich erfahren, was ich gethan habe. Geh König, geh unversehrt, und suche deinen Sohn. Zweyte Scene. (Eine andre Gegend der Insel.) (Caliban mit einer Bürde Holz beladen tritt auf; man hört donnern.) Caliban. Daß alle anstekenden Dünste, so die Sonne aus stehenden Sümpfen und faulen Pfüzen saugt, auf Prospero fallen, und ihn vom Haupt bis zur Fußsole zu einer Eiter-Beule machen möchten! Ich weiß wohl, daß mich seine Geister hören, aber ich kan mir nicht helfen, ich muß geflucht haben. Und doch würden sie mich nicht kneipen, nicht in Gestalt von Stachelschweinen erschreken, in den Koth tauchen, noch gleich Feuerbränden mich des Nachts in Moräste verleiten, wenn er es ihnen nicht befehlen würde. Um einer jeden Kleinigkeit willen hezt er sie an mich; bald in Gestalt von Affen, die um mich herum schäkern, und zulezt mich beissen; bald gleich Igeln, die zusammengeballt in meinem Fußweg ligen, und wenn ich über sie stolpre, ihre strozenden Stacheln in meine Fußsolen drüken. Manchmal werd ich am ganzen Leibe von Ottern wund gebissen, die mit ihren gespaltenen Zungen so abscheulich um mich herum zischen, daß ich toll werden möchte. Holla! he! was ist das? (Trinculo tritt auf.) Hier kommt einer von seinen Geistern, mich zu quälen, daß ich das Holz nicht bälder hineingetragen habe. Ich will auf den Bauch hinfallen; vielleicht wird er meiner nicht gewahr. Trinculo. Hier ist weder Busch noch Gesträuch, worunter einer sich verkriechen könnte, und ein neuer Sturm ist im Anzug; ich hör ihn im Winde sausen; jene schwarze grosse Wolke wird alle Augenblike wie mit Eymern herunterschütten. Wenn es noch einmal so donnert wie vorhin, so weiß ich nicht, wo ich meinen Kopf verbergen soll-- Ha! was giebts hier--Mensch oder Fisch! todt oder lebendig? es ist ein Fisch, es riecht wie ein Fisch, ein verflucht mooßichter fischmäßiger Geruch--ein wunderseltsamer Fisch. Wär' ich izt in England, wie ich einst drinn war, und hätte diesen Fisch nur gemahlt, kein Feyrtags-Narr ist dorten, der mir nicht ein Silberstük dafür gäbe, wenn ich ihn sehen ließ. Dort würde diß Ungeheuer für einen Menschen passiren; eine jede abentheurliche Bestie passirt dort für einen Menschen;* wenn sie nicht einen Pfenning geben, einen lahmen Bettler aufzurichten, so geben sie zehne, um einen todten Indianer zu sehen--Füsse wie ein Mensch; und seine Floßfedern wie Arme! Warm, bey meiner Treu! Ich denke bald, es wird wohl kein Fisch seyn: es ist, denk ich, ein Insulaner, den der lezte Donnerschlag zu Boden geschlagen haben wird. Au weh, das Ungewitter ist wieder da. Das beste wird seyn, ich krieche unter seinen Regenmantel; es ist sonst nirgends kein Ort zu sehen, wo man im troknen seyn könnte. Die Noth kan einen Menschen mit seltsamen Bettgesellen bekannt machen. Ich will mich hier zusammenschrumpfen, bis der ärgste Sturm vorbey ist. {ed.-* Ich kan mich nicht erwehren zu denken, daß unsre Landsleute diese Satyre wohl verdienen, da sie allezeit so bereitwillig gewesen, die ganze Zunft der Affen zu naturalisiren, wie ihre gewöhnlichen Namen zu erkennen geben. So kommt (Monkey), nach der Etymologisten Anmerkung von (Monkin, Monikin), ein Männchen, her; (Baboon) von (babe), Kind, soviel (weil die Endigung in (oon) eine Vergrösserung andeutet) als ein grosses Kind, (Mantygre), ein Mensch-Tyger. Und wenn sie ihre Namen aus ihrem Vaterlande mitgebracht haben, wie (Ape), so hat das gemeine Volk sie gleichsam getauft, durch den Zusaz (Jackan-Ape,) Hans-Aff. Warbürton.} (Stephano tritt singend auf.) Stephano. (Singt das Ende eines Matrosen-Liedleins.) Das ist eine verzweifelt melancholische Melodie, das liesse sich gut an einem Leichbegängniß singen. Aber hier ist mein Trost. (Er trinkt, und singt wieder.) Das ist auch eine schwermüthige Melodie; aber hier ist mein Trost. (Er trinkt.) Caliban. Quäle mich nicht, oh! Stephano. Was giebts hier? haben wir Teufels hier?** Wollt ihr uns mit wilden und indianischen Männern in einen Schreken jagen? ha! ich bin dem Ersauffen nicht entgangen, um mich vor euern vier Füssen hier zu fürchten-- {ed.-** Diese Stelle soll vermuthlich die abgeschmakten Fabeln in des alten Ritter (Maundeviles) Reisebeschreibung lächerlich machen, der unter anderm erzählt, (to have traveled thro' an enchaunted Vale, clepen the vale of Develes, which vale is alle fulle of Develes--and Men seyne there, that it is on of the entrees of Helle.)--"Er sey durch ein bezaubertes Thal gereist, das Thal der Teufel genannt, welches Thal voller Teufel sey, und die Leute sagen, es sey einer von den Eingängen in die Hölle." Eben dieser Autor hat in seinen Nachrichten von wilden Männern und Indianischen Menschen alle die Fabeln des Plinius von Menschen mit langen Ohren, einem Auge, einem Fuß ohne Kopf u. dergl. ausgeschrieben, und so davon gesprochen, als ob er sie selbst gesehen habe. Warbürton.} Caliban. Der Geist quält mich, oh! Stephano. Das wird irgend ein vierbeinichtes Ungeheuer aus dieser Insel seyn, das hier das Fieber gekriegt hat--Aber wie zum Teufel hat es unsre Sprache gelernt? Ich will ihm eine kleine Herzstärkung eingeben, und wenn es auch nur darum wäre, weil es italienisch spricht. Wenn ich es wieder zu rechte bringen, zahm machen, und nach Neapel mit ihm kommen kan, so ist es ein Präsent für einen so grossen Kayser, als jemals einer auf Kühleder getreten ist! Caliban. Quäle mich nicht, ich bitte dich; ich will mein Holz ein andermal bälder heimbringen. Stephano. Er ist izt in seinem Paroxismus, und redt nicht zum gescheidtesten; er soll meine Flasche kosten. Wenn er noch niemals Wein getrunken hat, so wird es nahe zu sein Fieber vertreiben; wenn ich ihn wieder zurecht bringen und zahm machen kan, so will ich nicht zuviel für ihn nehmen; er soll für den zahlen, der ihn hat, und das wie sichs gehört. Caliban. Bisher hast du mir doch nicht viel leids gethan; aber izt wirst du's thun müssen; ich spüre an deinem Zittern, daß Prospero auf dich würkt. Stephano. Kommt hervor, macht euer Maul auf; hier ist etwas das dir die Sprache geben wird, Meerkaze; macht euer Maul auf! das wird eure Fröste wegschütteln, ich kan's euch sagen, und das wie sich's gehört; es weiß einer nicht, wo er von ungefehr einen guten Freund findt; die Kinnbaken auf, noch einmal! Trinculo. Ich sollte diese Stimme kennen--ich denk', es ist--Aber er ist ertrunken, und das sind Teufels--O heiliger Sanct-- Stephano. Vier Füsse und zwoo Stimmen, das ist ein recht feines Ungeheur; seine fordere Stimme spricht gutes von seinem Freund; seine hintere Stimme stößt böse Reden und Verläumdungen aus. Ich will ihm von seinem Fieber helfen, und wenn aller Wein in meiner Flasche drauf gehen sollte. Komm, Amen! ich will dir etwas in dein Maul giessen -- Trinculo. Stephano-- Stephano. Ich glaube dein andres Maul ruft mich; Barmherzigkeit! Barmherzigkeit! das ist ein Teufel und kein Monster: ich will ihn gehn lassen, ich habe keinen langen Löffel. Trinculo. Stephano, wenn du Stephano bist; so rühre mich an, und sag es mir; denn ich bin Trinculo, fürchte dich nicht, dein guter Freund Trinculo. Stephano. Wenn du Trinculo bist, so komm hervor, ich will dich bey den dünnern Beinen ziehen, wenn hier welche Trinculo's Beine sind, so müssen es diese seyn. Du bist würklich Trinculo, in der That. Wie kamst du dazu, der Siz von diesem Mondkalb zu seyn? Trinculo. Ich bildete mir ein, er sey vom Donner erschlagen. Aber wie, bist du nicht ertrunken, Stephano? Ich will nun hoffen, du seyst nicht ertrunken; ist der Sturm vorbey? Ich verbarg mich unter des todten Monkalbs Regenmantel aus Furcht vor dem Sturm; und lebst du noch Stephano? O Stephano, zween Neapolitaner entronnen! Stephano. Ich bitte dich, dreh mich nicht so herum, mein Magen ist noch nicht wieder am rechten Ort. Caliban. Das sind hübsche Dinger, wenn es keine Kobolde sind; das ist ein braver Gott, und trägt ein himmliches Getränk bey sich; ich will vor ihm niederknien. Stephano. Wie bist du davongekommen? Wie kamst du hieher? Schwöre bey dieser Flasche, wie kamst du hieher? ich rettete mich auf einem Faß voll Sect, den die Matrosen über Bord geworfen hatten; das schwör' ich bey dieser Flasche, die ich mit eignen Händen aus der Rinde eines Baums gemacht habe, seit der Zeit, da ich ans Land geworfen wurde. Caliban. Ich will auf diese Flasche schwören, daß ich dein getreuer Unterthan seyn will; denn der Saft ist nicht irdisch. Stephano. Hier, schwör dann--Wie wurdest du errettet? Trinculo. Ich schwamm ans Ufer, Mann, wie eine Ente; ich kan schwimmen wie eine Ente, das schwör' ich! Stephano. Hier, küß das Buch; wenn du schwimmen kanst wie eine Ente, so kanst du trinken wie eine Gans. Trinculo. (Nachdem er einen Zug aus der Flasche gethan:) O Stephano, hast du noch mehr dergleichen? Stephano. Das ganze Faß, Mann. Mein Keller ist in einem Felsen an der Meer- Seite. Wie stehts, Mondkalb, was macht dein Fieber? Caliban. Bist du nicht vom Himmel herunter gekommen? Stephano. Aus dem Mond, das versichr' ich dich; es war eine Zeit, da ich der Mann im Mond war. Caliban. Ich habe dich drinn gesehen; und ich bete dich an; meine Mutter zeigte dich mir, dich und deinen Hund und deinen Busch. Stephano. Komm, schwör auf diß; küß das Buch; ich will es bald wieder mit einem neuen Inhalt versehen; schwöre! Trinculo. Beym Element, das ist ein recht abgeschmaktes Ungeheuer! Ich sollt es fürchten? Ein recht abgeschmaktes Ungeheuer! Der Mann im Mond? ein höchst dummes leichtgläubiges Ungeheur!--Ein guter Zug, Ungeheuer! in vollem Ernst. Caliban. Ich will dir jeden fruchtbaren Plaz in der Insel zeigen, und ich will dir die Füsse küssen; ich bitte dich, sey mein Gott. Trinculo. Beym Element, ein höchst treuloses besoffenes Ungeheuer; wenn sein Gott eingeschlafen seyn wird, wird er ihm die Flasche stehlen. Caliban. Ich will dir die Füsse küssen; ich will schwören, daß ich dein Unterthan seyn will. Stephano. So komm dann, auf den Boden nieder, und schwöre! Trinculo. Ich werde mich noch über dieses puppenköpfige Ungeheuer zu tode lachen! ein höchst schwermüthiges Ungeheuer! ich hätte gute Lust, ihn eins abzuprügeln-- Stephano. Kom, küsse! Trinculo. Wenn das arme Ungeheuer nicht besoffen wäre; ein vermaledeytes Ungeheuer! Caliban. Ich will dir die besten Quellen zeigen; ich will dir Beeren pflüken, ich will für dich fischen, und dir Holz genug schaffen. Daß die Pest den Tyrannen dem ich diene! Ich will ihm keine Prügel mehr zutragen, sondern mit dir gehen, du wundervoller Mann! Trinculo. Ein höchst lächerliches Ungeheuer, aus einem armen besoffnen Kerl ein Wunder zu machen. Caliban. Ich bitte dich, laß dich an einen Ort führen, wo Holzäpfelbäume wachsen, ich will dir mit meinen langen Nägeln Trüffeln ausgraben; ich will dir ein Nußheher-Nest zeigen, und dich lehren, die schnelle Meerkaze zu fangen; ich will dir Büschel von Haselnüssen bringen, und dir manchmal junge Gemsen vom Felsen holen. Willt du mit mir gehen? Stephano. Ich bitte dich, zeig uns den Weg ohne längeres Geschwäze. Trinculo, da der König und alle unsre ehmalige Gefehrten im Wasser umgekommen sind, so wollen wir von dieser Insel Besiz nehmen. Hier, trage meine Flasche; Bruder Trinculo, wir wollen sie gleich wieder füllen. Caliban. (Singt trunkner Weise ein Abschiedsliedlein von seinem alten Herrn.) Freyheit, heyda! heyda! Freyheit! Freyheit! heyda! Freyheit! Stephano. O! braves Ungeheuer! zeig uns den Weg. (Sie gehen ab.) Dritter Aufzug. : 1 2 ( ) 3 4 ! ( , ) . 5 6 ( . ) 7 8 , . 9 10 ( . ) 11 12 ( . ) 13 , ; , 14 ; 15 . 16 17 ( . ) 18 ; 19 , 20 . 21 22 . 23 . 24 25 . 26 , ! . 27 28 ( . ) 29 30 31 32 33 . 34 35 36 37 . 38 ( . ) 39 ( , , , , , , 40 , . ) 41 42 43 . 44 , , ; 45 ; 46 . , ; 47 48 ; 49 , . 50 , , 51 , . 52 53 . 54 , . 55 56 [ . * 57 , . 58 59 . - * , [ ] 60 , , 61 , , 62 , 63 64 . 65 . . 66 67 . 68 . 69 70 . 71 , , 72 . 73 74 . 75 - - 76 77 . 78 ; , - - 79 80 . 81 , , 82 - - 83 84 . 85 . 86 87 . 88 ( ) , * * , , 89 . 90 91 . - * * 92 ( ) , ( ) . 93 94 . 95 , . 96 97 . 98 , - - 99 100 . 101 , ! 102 103 . 104 , . 105 106 . 107 , ; - - 108 109 . 110 . 111 112 . 113 , , 114 ? 115 116 . 117 . 118 119 . 120 . 121 122 . 123 , ? 124 125 . 126 . 127 128 . 129 . 130 131 . 132 - - 133 134 . 135 , , - - , . 136 137 . 138 , - - 139 140 . 141 - - 142 143 . 144 - - 145 146 . 147 - - 148 149 . 150 , 151 . 152 153 . 154 ( ) . 155 156 . 157 , , . 158 159 . 160 - - 161 162 . 163 , . 164 165 . 166 . 167 168 . 169 , . 170 171 . 172 , . 173 174 . 175 , . 176 177 . 178 ! ! 179 180 . 181 , . 182 183 . 184 . 185 186 . 187 . 188 189 . 190 ; , 191 . 192 193 . 194 , - - 195 196 . 197 - - 198 199 . 200 , , 201 , ; 202 , , 203 . 204 205 . 206 , 207 ? 208 209 . 210 , , 211 , 212 . 213 214 . 215 , 216 . 217 218 . 219 , 220 . 221 222 . 223 . 224 225 . 226 ? ! ? 227 ? 228 229 . 230 , : ? 231 . 232 233 . 234 , ? 235 . , . 236 237 . 238 , , . 239 240 . 241 ? 242 243 . 244 , . 245 246 . 247 . 248 249 . 250 . 251 252 . 253 ? 254 255 . 256 , 257 , . 258 259 . 260 , 261 . 262 263 . 264 , ? 265 266 . 267 , , 268 , 269 . ] 270 271 . 272 , 273 - - , 274 ! , 275 , , ; 276 , 277 . , - 278 ! 279 280 . 281 , . 282 , 283 ; 284 , , 285 286 , . 287 , . 288 289 . 290 , , . 291 292 . 293 , 294 , , 295 . 296 297 . 298 , . 299 300 . 301 , 302 , 303 . , 304 ; , 305 , 306 . . 307 308 . 309 . 310 311 . 312 , , 313 , ; 314 , . 315 316 . 317 ! 318 319 . 320 ! 321 322 . 323 , , 324 . 325 326 . 327 ? 328 329 . 330 . 331 332 . 333 , 334 - - 335 336 . 337 ' - - . 338 339 . 340 - . 341 342 . 343 , ' ? 344 345 . 346 , . 347 348 . 349 350 ; 351 ; 352 ; 353 ; , , 354 ; , , , , 355 ; , , 356 ; , , , ; 357 . - - 358 359 . 360 ' . 361 362 . 363 * * * 364 365 . - * * * 366 , 367 , . 368 . 369 370 . 371 ; 372 , . 373 , , , 374 , , , 375 ; 376 , 377 . 378 379 . 380 ? 381 382 . 383 ? ; , 384 . 385 386 . 387 , 388 , 389 . 390 391 . 392 ! 393 394 . 395 ! 396 397 . 398 - - 399 400 401 . 402 , ; 403 . 404 405 . 406 , , 407 ; 408 , . 409 410 . 411 . 412 413 . 414 ; 415 , . 416 417 . 418 ? 419 420 . 421 . 422 423 . 424 ; , 425 426 . 427 428 ( , , 429 . ) 430 431 . 432 , - . 433 434 ( . ) 435 , , . 436 437 . 438 , 439 . ? 440 . 441 442 . 443 , . 444 445 . 446 ? ! , 447 ! 448 449 . 450 , , . 451 , ' , . 452 453 . 454 , , 455 , . 456 457 . 458 - - ! - - 459 460 ( , . ) 461 462 . 463 , ? 464 465 . 466 . 467 468 . 469 ? 470 . 471 472 . 473 ; . 474 , , 475 . , - - ! 476 - - ! - - , , 477 , . , 478 - 479 . 480 481 . 482 ? ? 483 484 . 485 ? 486 487 . 488 , ; 489 . ? , 490 ; , , , 491 ! 492 493 . 494 , . ! 495 . 496 497 . 498 ; . 499 500 . 501 . , 502 ; , 503 . 504 505 . 506 , . 507 508 . 509 . 510 511 . 512 ; . 513 514 . 515 ! , , 516 , 517 , . 518 519 . 520 521 . 522 , . 523 , 524 , , 525 . 526 527 . 528 , . , 529 ( , 530 ) ( 531 , ) 532 ; , 533 , , 534 . 535 536 . 537 , 538 . 539 540 . 541 - - - - 542 ; , 543 , 544 , . 545 , ? 546 547 . 548 . 549 550 . 551 , ? 552 553 . 554 . 555 556 . 557 , ; , 558 ; , 559 , ( 560 , ) 561 ; , 562 ; , , 563 , , 564 ; 565 566 . 567 ? ? , 568 , , 569 . 570 571 . 572 , : ? 573 ? , 574 . , 575 , , 576 ; , 577 ; , 578 ; 579 . ! ! 580 ! ? 581 582 . 583 . 584 585 . 586 ? 587 588 . 589 , 590 . 591 592 . 593 , ; 594 , . 595 596 . 597 - - 598 599 . 600 , ; ? , ' 601 ; 602 . 603 , 604 , . 605 - - , , 606 , ; 607 ; , 608 , , 609 , 610 . , 611 ; , 612 , 613 . 614 615 . 616 , , ; 617 . ; 618 , , 619 . 620 621 . 622 , , 623 . 624 625 . 626 ! - - 627 628 ( . ) 629 630 . 631 , , , 632 , , 633 . 634 635 ( : ) 636 637 , 638 639 . 640 , , 641 ; 642 ! ! ! 643 644 . 645 . 646 647 . 648 , , ! 649 650 ( . ) 651 652 . 653 , ? ! ! 654 ? ? 655 656 . 657 ? 658 659 . 660 , 661 , 662 . ? 663 . 664 665 . 666 . 667 668 . 669 ! , , 670 ; 671 . 672 673 ( . ) 674 ' ? 675 676 . 677 , , , 678 , . , , 679 ; , ; 680 , . , 681 , . 682 . 683 684 . 685 , . 686 687 . 688 ; 689 . 690 691 . 692 . 693 694 . 695 , . 696 , , . 697 698 699 700 . 701 ( . ) 702 ( ; . ) 703 704 705 . 706 , 707 , , 708 - ! , 709 , , 710 . , 711 , , 712 , 713 . 714 ; , 715 , ; , 716 , 717 , . 718 , 719 , 720 . ! ! ? 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( : ) 905 , ? 906 907 . 908 , . - 909 . , , ? 910 911 . 912 ? 913 914 . 915 , ' ; , 916 . 917 918 . 919 ; ; 920 , . 921 922 . 923 , ; ; 924 ; ! 925 926 . 927 , ! 928 ? ! ? 929 ! - - , 930 ! . 931 932 . 933 , 934 ; , . 935 936 . 937 , ; 938 , . 939 940 . 941 ; , 942 . 943 944 . 945 , , ! 946 947 . 948 949 ! ! , 950 - - 951 952 . 953 , ! 954 955 . 956 ; 957 ! 958 959 . 960 ; , 961 , . 962 ! 963 , , ! 964 965 . 966 , 967 . 968 969 . 970 , , 971 , ; 972 - , , 973 ; 974 , . 975 ? 976 977 . 978 , . , 979 980 , . , 981 ; , 982 . 983 984 . ( 985 . ) 986 , ! ! ! ! ! ! 987 988 . 989 ! ! . 990 991 ( . ) 992 993 994 995 996 . 997 998 999 1000