Der Himmel segn euch. Die Tribunen. Lebt wohl! lebt wohl! (Die Bürger gehn ab.) Sicinius. Dies ist beglücktre wohl und liebre Zeit, Als da die Burschen durch die Straßen liefen, Zerstörung brüllend. Brutus. Cajus Marcius war Im Krieg ein würdger Held, doch unverschämt Von Stolz gebläht, ehrgeizig übers Maß, Selbstsüchtig-- Sicinius. Unumschränkte Macht erstrebend Ohn andern Beistand. Menenius. Nein das glaub ich nicht. Sicinius. Das hätten wir, so daß wir's all' beweinten, Empfunden, wär er Konsul nur geblieben. Brutus. Die Götter wandten's gnädig ab, und Rom Ist frei und sicher ohne ihn. Ein Ädil kommt Ädil. Tribunen, Da ist ein Sklave, den wir festgesetzt; Der sagt: "Es brach mit zwei verschiednen Heeren Der Volsker Macht ins römische Gebiet, Und mit des Krieges fürchterlichster Wut Verwüsten sie das Land." Menenius. Das ist Aufidius, Der, da er unsers Marcius Bann gehört, Die Hörner wieder ausstreckt in die Welt, Die er einzog, als Marcius stand für Rom, Und nicht ein Blickchen wagte. Sicinius. Ei, was schwatzt Ihr Vom Marcius da. Brutus. Peitscht diesen Lügner aus. Es kann nicht sein. Die Volsker wagen nicht den Bruch. Menenius. Es kann nicht sein? Wohl sagt uns die Erinnrung, daß es sein kann; Dreimal bezeugt' er uns dasselbe Beispiel In meiner Zeit.--Sprecht doch mit dem Gesellen, Eh ihr ihn straft, fragt ihn, wo er's gehört; Ihr möchtet sonst wohl eure Warnung peitschen, Den Boten schlagen, der euch wahren will Vor dem, was zu befürchten. Sicinius. Sprecht nicht so! Ich weiß, es kann nicht sein. Brutus. Es ist unmöglich. Ein Bote kommt. Bote. In größter Eil versammelt der Senat Sich auf dem Kapitol.--Sie hörten Botschaft, Die ihr Gesicht entfärbt. Sicinius. Das macht der Sklave. Laßt vor dem Volk ihn peitschen; sein Verhetzen-- Nichts als sein Märchen. Bote. Nicht doch, würdger Herr. Des Sklaven Wort bestätigt sich, und weit, Weit schlimmer, als er aussagt. Sicinius. Wie, weit schlimmer? Bote. Es wird von vielen Zungen frei gesprochen, Ob glaublich, weiß ich nicht, es führe Marcius, Aufidius zugesellt, ein Heer auf Rom; So weite Rache schwörend, wie der Anfang Der Dinge weit vom jetzt ist. Sicinius. O! höchst glaublich! Brutus. Nur ausgestreut, damit der schwächre Teil Den guten Marcius heim soll wünschen. Sicinius. Freilich Ist das der Kniff. Menenius. Nein, dies ist unwahrscheinlich. Nicht mehr kann mit Aufidius er sich einen, Als was am heftigsten sich widerspricht. Es kommt ein zweiter Bote. Bote. Man läßt in Eil aufs Kapitol euch fordern; Ein furchtbar Heer, geführt von Cajus Marcius, Aufidius zugesellt, verwüstet rings Die ganze Landschaft und betritt den Weg Hierher, durch Feur gebahnt, zerstörend alles, Was ihrer Wut begegnet. (Cominius tritt auf) Cominius. Oh! ihr habt Hübsches angerichtet. Menenius. Nun, was gibt's? Cominius. Die eignen Töchter helft ihr schänden und Der Dächer Blei auf eure Schädel schmelzen, Vor euren Augen eure Fraun entehren. Menenius. Was gibt es denn? Was gibt's denn? Cominius. Verbrennen eure Tempel bis zum Grund, Und eure Recht', auf die ihr pocht, verjagen Bis in ein Mäuseloch. Menenius. Ich bitt Euch--sprecht! Ich fürcht, ihr habt es schön gemacht. O sprecht! Wenn Marcius sich verband den Volskern-- Cominius. Wenn? Er ist ihr All, er führt sie als ein Wesen, Das nicht Natur erschuf, nein, eine Gottheit, Die höher ihn begabt. Sie folgen ihm Her gegen uns Gezücht, so ruhig, sicher, Wie Knaben bunte Schmetterlinge jagen Und Schlächter Fliegen töten. Menenius. Ihr habt's schön gemacht. Ihr, eure Schürzfellmänner, die so fest Auf ihre Handwerksstimmen hielten, und Der Knoblauchfresser Atem. Cominius. Schütteln wird er Euch um die Ohren Rom. Menenius. Wie Herkules Die reife Frucht abschüttelt'. Schöne Arbeit! Brutus. So ist es wahr? Cominius. Ja, und ihr sollt erbleichen, Bevor ihr's anders findet. Jede Stadt Fällt lachend ab, und wer sich widersetzt, Den höhnt man ob der tapfern Dummheit aus, Der stirbt als treuer Narr. Wer kann ihn tadeln? Die Feind' ihm sind, sehn jetzo, was er ist. Menenius. Wir alle sind verloren, wenn der Edle Nicht Gnade übt. Cominius. Wer soll ihn darum bitten? Aus Schande können's die Tribunen nicht; Das Volk verdient von ihm Erbarmen, wie Der Wolf vom Schäfer.--Seine besten Freunde, Sagten sie: "Schone Rom!", sie kränkten ihn Gleich jenen, welche seinen Haß verdient, Und zeigten sich als Feinde. Menenius. Das ist wahr. Wenn er den Brand an meine Schwelle legte, Sie zu verzehren, hätt ich nicht die Stirn, Zu sagen: "Bitte, laß!"-- Ihr treibt es schön, Ihr und das Handwerk. Herrlich Werk der Hand! Cominius. Ihr brachtet Solch Zittern über Rom, daß sich's noch nie So hilflos fand. Die Tribunen. Sagt nicht, daß wir es brachten. Menenius. So? Waren wir's? Wir liebten ihn, doch tierisch Und knechtisch feig, nicht adlig, wichen wir Dem Pack, das aus der Stadt ihn zischte. Cominius. Ich fürchte, Sie brüllen wieder ihn herein. Aufidius, Der Männer zweiter, folgt nur seinem Wink, Als dient' er unter ihm. Verzweiflung nur Kann Rom ihm nun statt Kriegskunst und Verteidgung Und Macht entgegenstellen. Es kommt ein Haufen Bürger. Menenius. Hier kommt das Pack. Und ist Aufidius mit ihm? Ja, ihr seid's, Die unsre Luft verpestet, als ihr warft Die schweißgen Mützen in die Höh und schriet: "Verbannt sei Coriolan."--Nun kommt er wieder, Und jedes Haar auf seiner Krieger Haupt Wird euch zur Geißel.--Soviel Narrenköpfe, Als Mützen flogen, wird er niederstrecken Zum Lohn für eure Stimmen.--Nun, was tut's? Und wenn er all' uns brennt in eine Kohle, Geschieht uns recht. Die Bürger. Wir hörten böse Zeitung. Erster Bürger. Was mich betrifft, als ich gesagt: "Verbannt ihn", Da sagt ich: "Schade drum!" Zweiter Bürger. Das tat ich auch. Dritter Bürger. Das tat ich auch; und, die Wahrheit zu sagen, das taten viele von uns. Was wir taten, das taten wir zum allgemeinen Besten; und obgleich wir freiwillig in seine Verbannung einwilligten, so war es doch gegen unsern Willen. Cominius. Ihr seid ein schönes Volk, ihr Stimmen! Menenius. Ihr machtet's herrlich, ihr und euer Pack. Gehn wir aufs Kapitol? Cominius. Jawohl. Was sonst? (Cominius und Menenius gehn ab.) Sicinius. Geht, Freunde, geht nach Haus, seid nicht entmutigt. Dies ist sein Anhang, der das wünscht bestätigt, Was er zu fürchten vorgibt. Geht nach Haus. Seid ohne Furcht. Erster Bürger. Die Götter seien uns gnädig. Kommt, Nachbarn, laßt uns nach Hause gehn. Ich sagte immer: Wir taten unrecht, als wir ihn verbannten. Zweiter Bürger. Das taten wir alle. Kommt, laßt uns nach Hause gehn. (Die Bürger gehn ab.) Brutus. Die Neuigkeit gefällt mir nicht. Sicinius. Mir auch nicht. Brutus. Aufs Kapitol! Mein halb Vermögen gäb ich, Könnt ich als Lüge diese Nachricht kaufen. Sicinius. Kommt, laßt uns gehn. (Gehn ab.) Fünfte Szene Ein Lager in geringer Entfernung von Rom Aufidius und ein Hauptmann treten auf Aufidius. Noch immer laufen sie dem Römer zu? Hauptmann. Ich weiß nicht, welche Zauberkraft er hat; Doch dient zum Tischgebet er Euren Kriegern, Wie zum Gespräch beim Mahl und Dank am Schluß. Ihr seid in diesem Krieg verdunkelt, Herr, Selbst von den Eignen. Aufidius. Jetzt kann ich's nicht ändern, Als nur durch Mittel, die die Kräfte lähmten Von unsrer Absicht. Er beträgt sich stolzer, Selbst gegen mich, als ich es je erwartet, Da ich zuerst ihn aufnahm. Doch sein Wesen Bleibt darin sich getreu. Ich muß entschuldgen, Was nicht zu bessern ist. Hauptmann. Doch wünscht ich, Herr, Zu Eurem eignen Heil, Ihr hättet nie Mit ihm geteilt Eur Ansehn, nein, entweder Die Führung selbst behalten oder ihm Allein sie überlassen. Aufidius. Wohl weiß ich, was du meinst; und, sei versichert, Wenn's zur Erklärung kommt, so denkt er nicht, Wes ich ihn kann beschuldgen. Scheint es gleich, Und glaubt er selbst, und überzeugt sich auch Das Volk, daß er in allem redlich handelt Und guten Haushalt für die Volsker führt; Ficht, gleich dem Drachen, siegt, sobald er nur Das Schwert gezückt; doch blieb noch ungetan, Was ihm den Hals soll brechen oder meinen Gefährden, wenn wir miteinander rechnen. Hauptmann. Herr, glaubt Ihr, daß er Roms sich wird bemeistern? Aufidius. Jedwede Stadt ist sein, eh er belagert, Und ihm ergeben ist der Adel Roms; Patrizier lieben ihn und Senatoren. Den Krieg versteht nicht der Tribun. Das Volk Wird schnell zurück ihn rufen, wie's ihn eilig Von dort verstieß. Ich glaub, er ist für Rom, Was für den Fisch der Meeraar, der ihn fängt Durch angeborne Macht. Erst war er ihnen Ein edler Diener; doch er konnte nicht Die Würden mäßig tragen. Sei's nun Stolz, Der immer, bleibt das Glück unwandelbar, Den Glücklichen befleckt; sei's Urteilsmangel, Wodurch er nicht den Zufall klug genutzt, Den er beherrschte; oder sei's Natur, Die ihn aus einem Stück schuf--stets derselbe Im Helme wie im Rat, herrscht' er im Frieden Mit unbeugsamer Streng und finsterm Ernst, Wie er dem Krieg gebot. Schon eins von diesen (Von jedem hat er etwas, keines ganz, So weit sprech ich ihn frei) macht' ihn gefürchtet, Gehaßt, verbannt.--Doch so ist sein Verdienst, Daß es im Übermaß erstirbt. So fällt Stets unser Wert der Zeiten Deutung heim; Und Macht, die an sich selbst zu loben ist, Hat kein so unverkennbar Grab, als wenn Von Rednerbühnen wird ihr Tun gepriesen. Der Nagel treibt den Nagel, Brand den Brand, Kraft sinkt durch Kraft, durch Recht wird Recht verkannt. Kommt, laßt uns gehn. Ist, Cajus, Rom erst dein, Dann bist der Ärmste du und dann bald mein. (Sie gehn ab.) Fünfter Aufzug Erste Szene Rom, ein öffentlicher Platz Es treten auf Menenius, Cominius, Sicinius, Brutus und andere Menenius. Nein, ich geh nicht.--Ihr hört, was dem er sagte, Der einst sein Feldherr war; der ihn geliebt Aufs allerzärtlichste. Mich nannt er Vater; Doch was tut das?--Geht ihr, die ihn verbannt, 'ne Meile schon vor seinem Zelt fallt nieder Und schleicht so kniend in seine Gnade.--Nein: Wollt er nichts von Cominius hören, bleib ich Zu Haus. Cominius. Er tat, als kennte er mich nicht. Menenius. Hört ihr's? Cominius. Doch einmal nannt er mich bei meinem Namen: Die alte Freundschaft macht ich geltend, Blut, Gemeinsam sonst vergossen. Coriolan Wollt er nicht sein, verbat sich jeden Namen: Er sei ein Nichts, ein ungenanntes Wesen, Bis er sich einen Namen neu geschmiedet Im Brande Roms. Menenius. Ah! so. Ihr machtet's gut. Ein Paar Tribunen, die für Rom sich quälten, Wohfeil zu machen Kohlen.--Edler Ruhm! Cominius. Ich mahnt ihn, wie so königlich Verzeihung, Je minder sie erwartet sei. Er sprach, Das sei vom Staat ein kahles Wort an ihn, Den selbst der Staat bestraft. Menenius. Das war ganz recht. Was konnt er anders sagen? Cominius. Ich suchte dann sein Mitleid zu erwecken Für die besondern Freund'. Er gab zur Antwort: Nicht lesen könn er sie aus einem Haufen Verdorbner, schlechter Spreu, auch sei es Torheit, Um ein zwei arme Körner stinken lassen Den Unrat unverbrannt. Menenius. Um ein paar Körner? Davon bin ich eins, seine Frau und Mutter, Sein Kind, der wackre Freund, wir sind die Körner: Ihr seid die dumpfe Spreu, und eur Gestank Dringt bis zum Mond; wir müssen für euch brennen. Sicinius. Seid milde doch, wenn ihr zu helfen weigert In so ratloser Zeit. Verhöhnt uns mindestens Mit unserm Elend nicht; denn sprächet Ihr Für Euer Vaterland, Eur gutes Wort, Mehr als ein eilig aufgerafftes Heer, Hemmt' unsern Landsmann. Menenius. Nein ich bleib davon. Sicinius. Ich bitt Euch, geht zu ihm. Menenius. Was soll es nutzen? Brutus. Versuchen nur, was Eure Liebe kann Für Rom bei Marcius. Menenius. Und gesetzt, daß Marcius Zurück mich schickt, wie er Cominius tat, Ganz ungehört.--Die Folge? Noch ein gekränkter Freund, von Gram durchbohrt Durch seine Härte. Nun? Sicinius. Euern Willen Erkennt Rom dankbar nach dem Maß, wie Ihr Die gute Meinung zeigt. Menenius. Ich will's versuchen-- Kann sein, er hört mich; doch, die Lippe beißen Und grollen mit Cominius schwächt mein Herz. Man traf die Stunde nicht, vor Tische war's. Und sind die Adern leer, ist kalt das Blut, Dann schmollen wir dem Morgen, sind unwillig Zu geben und vergeben; doch gefüllt Die Röhren und Kanäle unsers Bluts Mit Wein und Nahrung, macht die Seele schmeidger Als priesterliches Fasten.--Drum erpaß ich, Bis er für mein Gesuch in Tafellaune, Und dann mach ich mich an ihn. Brutus. Ihr kennt den wahren Pfad zu seiner Güte Und könnt des Wegs nicht fehlen. Menenius. Gut, ich prüf ihn. Geh's, wie es will, bald werd ich selber wissen, Ob's mir gelang. (Geht ab.) Cominius. Er hört ihn nimmer. Sicinius. Nicht? Cominius. Glaubt mir, er sitzt in Gold, sein Blick so feurig, Als wollt er Rom verbrennen; und sein Zorn Ist Kerkermeister seiner Gnad.--Ich kniete, Nur leise sprach er: "Auf!"--entließ mich--so-- Mit seiner stummen Hand. Was er tun würde, Schickt' er mir schriftlich nach; was er nicht würde, Zwäng ihn ein Eid, sich selbst nicht nachzugeben. So daß uns keine Hoffnung bleibt-- Wenn's seine edle Mutter nicht und Gattin-- Die, hör ich, sind gewillt, ihn anzuflehn Um Gnade für die Stadt; drum gehn wir hin, Daß unser bestes Wort sie noch mehr treibe. (Gehn ab.) Zweite Szene Lager der Volsker vor Rom Zwei Wachen der Volsker, zu ihnen kommt Menenius Erste Wache. Halt!--Woher kommt Ihr? Zweite Wache. Halt, und geht zurück! Menenius. Ihr wacht wie Männer. Gut; doch mit Vergunst, Ich bin ein Staatsbeamter und gekommen, Mit Coriolan zu sprechen. Erste Wache. Von wo? Menenius. Von Rom. Erste Wache. Ihr kommt nicht durch, Ihr müßt zurück.--Der Feldherr Will nichts von dort mehr hören. Zweite Wache. Ihr sollt Eur Rom in Flammen sehn, bevor Mit Coriolan Ihr sprecht. Menenius. Ihr guten Freunde, Habt ihr gehört von Rom den Feldherrn sprechen Und seinen Freunden dort? Zehn gegen eins, So traf mein Nam eur Ohr, er heißt Menenius. Erste Wache. Mag sein. Zurück! denn Euers Namens Würde Bringt Euch nicht durch. Menenius. Ich sage dir, mein Freund, Dein Feldherr liebt mich, denn ich war die Chronik Des Guten, das er tat, und wo sein Ruhm Als gleichlos stand, wohl etwas übertrieben. Denn immer zeugt ich gern für meine Freunde (Von denen er der liebste), ganz und groß, Soweit's die Wahrheit litt. Zuweilen wohl So wie auf scheinbar glattem Grund die Kugel, Sprang ich was jenseits, machte fast im Loben Ein wenig Wind.--Drum, Kerl, muß ich auch durch. Erste Wache. Mein Treu, Herr, wenn Ihr auch so viele Lügen für ihn als jetzt Worte für Euch gesprochen habt, so sollt Ihr doch nicht durch. Nein--und wenn auch das Lügen so verdienstlich wäre wie ein keusches Leben. Darum--zurück! Menenius. Ich bitte dich, Mensch, erinnere dich, daß ich Menenius heiße, der immer die Partei deines Feldherrn hielt. Zweite Wache. Wenn Ihr auch sein Lügner gewesen seid, wie Ihr vorgebt, so bin ich einer, der in seinem Dienst die Wahrheit spricht und Euch sagt, daß Ihr hier nicht hinein dürft. Darum, zurück! Menenius. Hat er zu Mittag gegessen? weißt du's nicht? denn ich wollte nicht gern eher mit ihm reden als nach der Mahlzeit. Erste Wache. Nicht wahr, Ihr seid ein Römer? Menenius. Ich bin, was dein Feldherr ist. Erste Wache. Dann solltet Ihr auch Rom hassen, so wie er. Könnt Ihr, nachdem Ihr Euern Verteidiger zu Euern Toren hinausgestoßen und in Eurer blödsinnigen Volkswut Euerm Feind Euern eignen Schild gegeben habt, noch glauben, seine Rache ließe sich durch die schwächlichen Seufzer alter Frauen abwenden, durch das jungfräuliche Händefalten Eurer Töchter, oder durch gichtlahme Fürbitte eines so welken, kindischen Mannes, wie Ihr zu sein scheint? Könnt Ihr glauben, das Feuer, das Eure Stadt entflammen soll, mit so schwachem Atem auszublasen? Nein, Ihr irrt Euch-- darum, zurück nach Rom und bereitet Euch zu Eurer Hinrichtung. Ihr seid verurteilt ohne Aufschub und Gnade, das hat der General geschworen. Menenius. Bursche, wenn dein Hauptmann wüßte, daß ich hier bin, so würde er mich mit Achtung behandeln. Erste Wache. Geht, mein Hauptmann kennt Euch nicht. Menenius. Ich meine den Feldherrn. Erste Wache. Der Feldherr fragt nichts nach Euch.--Zurück, ich sag es Euch, geht, sonst zapfe ich noch Eure halbe Unze Blut ab--zurück! denn mehr könnt Ihr nicht haben! Fort! Menenius. Nein, aber, Mensch! Mensch! Coriolanus und Aufidius treten auf. Coriolanus. Was gibt's? Menenius. Jetzt, Geselle, will ich dir etwas einbrocken--du sollst nun sehn, daß ich in Achtung stehe. Du sollst gewahr werden, daß solch ein Hans Schilderhaus mich nicht von meinem Sohn Coriolan wegtreiben kann. Sieh an der Art, wie er mit mir sprechen wird, ob du nicht reif für den Galgen bist, oder für eine Todesart von längrer Aussicht und größerer Qual. Sieh nun her und fall sogleich in Ohnmacht wegen dessen, was dir bevorsteht.--Die glorreichen Götter mögen stündliche Ratsversammlung halten wegen deiner besondern Glückseligkeit und dich nicht weniger lieben als dein alter Vater Menenius. O! mein Sohn! mein Sohn! du bereitest uns Feuer? Sieh, hier ist Wasser, um es zu löschen. Ich war schwer zu bewegen, zu dir zu gehn; aber weil ich überzeugt bin, daß keiner besser als ich dich bewegen kann, so bin ich mit Seufzern aus den Toren dort hinausgeblasen worden und beschwöre dich nun, Rom und deinen flehnden Landsleuten zu verzeihn. Die gütigen Götter mögen deinen Zorn sänftigen und die Hefen davon hier auf diesen Schurken leiten, auf diesen, der mir, wie ein Klotz, den Eintritt zu dir versagte. Coriolanus. Hinweg! Menenius. Wie, hinweg? Coriolanus. Weib, Mutter, Kind, nicht kenn ich sie.--Mein Tun Ist andern dienstbar. Eignet mir die Rache Auch gänzlich, kann doch von den Volskern nur Verzeihung kommen. Daß wir einst vertraut, Vergifte lieber undankbar Vergessen, Als Mitleid sich, wie sehr, erinnre. Fort denn! Mein Ohr ist fester Euerm Flehn verschlossen, Als Eure Tore meiner Kraft. Doch nimm dies, Weil ich dich liebt, ich schrieb's um deinetwillen Und wollt es senden. Kein Wort mehr, Menenius. Verstatt ich dir. Der Mann, Aufidius, War mir sehr lieb in Rom; und dennoch siehst du-- Aufidius. Du bleibst dir immer gleich. (Coriolanus und Aufidius gehn ab.) Erste Wache. Nun, Herr, ist Euer Name Menenius? Zweite Wache. Ihr seht, er ist ein Zauber von großer Kraft. Ihr wißt nun den Weg nach Hause. Erste Wache. Habt Ihr gehört, wie wir ausgescholten sind, weil wir Eure Hoheit nicht einließen? Zweite Wache. Warum doch, denkt Ihr, soll ich nun in Ohnmacht fallen? Menenius. Ich frage weder nach der Welt noch nach euerm Feldherrn. Was solche Kreaturen betrifft, wie ihr, so weiß ich kaum, ob sie da sind, so unbedeutend seid ihr.--Wer den Entschluß fassen kann, von eigner Hand zu sterben, fürchtet es von keiner andern. Mag euer Feldherr das Ärgste tun; und, was euch betrifft, bleibt, was ihr seid, lange, und eure Erbärmlichkeit wachse mit euerm Alter! Ich sage euch das, was mir gesagt wurde: Hinweg!-- (Er geht ab.) Erste Wache. Ein edler Mann, das muß ich sagen. Zweite Wache. Der würdigste Mann ist unser Feldherr, er ist ein Fels, eine Eiche, die kein Sturm erschüttert. (Sie gehn ab.) Dritte Szene Coriolans Zelt Es treten auf Coriolanus, Aufidius und andere Coriolanus. So ziehn wir morgen denn mit unserm Heer Vor Rom. Ihr, mein Genoß in diesem Krieg, Tut Euren Senatoren kund, wie redlich Ich alles ausgeführt. Aufidius. Nur ihren Vorteil Habt Ihr beachtet; Euer Ohr verstopft Roms allgemeinem Flehn; nie zugelassen Geheimes Flüstern; nein, selbst nicht von Freunden, Die ganz auf Euch vertraut. Coriolanus. Der alte Mann, Den ich nach Rom gebrochnen Herzens sende, Er liebte mehr mich als mit Vaterliebe, Ja, machte mich zum Gott.--Die letzte Zuflucht War, ihn zu senden; und aus alter Liebe, Blickt ich schon finster, tat ich noch einmal Den ersten Antrag, den sie abgeschlagen Und jetzt nicht nehmen können; ihn zu ehren, Der mehr zu wirken hoffte, gab ich nach, Sehr wenig nur. Doch neuer Sendung, Bitte, Sei's nun vom Staat, von Freunden, leih ich nun Mein Ohr nicht mehr.--Ha! welch ein Lärm ist das? (Geschrei hinter der Szene.) Werd ich versucht, zu brechen meinen Schwur, Indem ich ihn getan? Ich werd es nicht. Es treten auf Virgilia, Volumnia, die den jungen Mardas an der Hand führt. Valeria mit Gefolge. Alle in Trauer. Mein Weib voran, dann die ehrwürdge Form, Die meinen Leib erschuf, an ihrer Hand Der Enkel ihres Bluts.--Fort, Sympathie! Brecht, all ihr Band' und Rechte der Natur! Sei's tugendhaft, in Starrsinn fest zu bleiben.-- Was gilt dies Beugen mir? dies Taubenauge, Das Götter lockt zum Meineid?--Ich zerschmelze! Und bin nicht festre Erd als andre Menschen-- Ha! meine Mutter beugt sich-- Als wenn Olympus sich vor kleinem Hügel Mit Flehen neigte; und mein junger Sohn Hat einen Blick der Bitt, aus dem allmächtig Natur schreit: "Weiger's nicht!"--Nein, pflüge auf Der Volsker Rom, verheer Italien.--Nimmer Soll, wie unflügge Brut, Instinkt mich führen; Ich steh, als wär der Mensch sein eigner Schöpfer Und kennte keinen Ursprung. Virgilia. Herr und Gatte! Coriolanus. Mein Auge schaut nicht mehr wie sonst in Rom. Virgilia. Der Gram, der uns verwandelt hat, macht dich So denken. Coriolanus. Wie ein schlechter Spieler jetzt Vergaß ich meine Roll und bin verwirrt, Bis zur Verhöhnung selbst.--Blut meines Herzens! Vergib mir meine Tyrannei; doch sage Drum nicht: "Vergib den Römern."--O! ein Kuß, Lang wie mein Bann und süß wie meine Rache. Nun, bei der Juno Eifersucht, den Kuß Nahm ich, Geliebte, mit, und meine Lippe Hat ihn seitdem jungfräulich treu bewahrt. Ihr Götter! wie? ich schwatze? Und aller Mütter edelste der Welt Blieb unbegrüßt?--Mein Knie, sink in die Erde, Drück tiefer deine Pflicht dem Boden ein Als jeder andre Sohn. (Er kniet nieder.) Volumnia. Steh auf gesegnet! Daß, auf nicht weicherm Kissen als der Stein, Ich vor dir knie und Huldgung neuer Art Dir weihe, die bisher ganz falsch verteilt War zwischen Kind und Eltern. (Sie kniet.) Coriolanus. Was ist das? Ihr vor mir knien? vor dem gescholtnen Sohn? Dann mögen Kiesel vor der öden Bucht Frech an die Sterne springen; rebellsche Winde Die Feuersonn mit stolzen Zedern peitschen, Mordend Unmöglichkeit, zum Kinderspiel Zu machen das, was ewig nie kann sein. Volumnia. Du bist mein Krieger, Ich half dich formen. Kennst du diese Frau? Coriolanus. Die edle Schwester des Publicola, Die Luna Roms, keusch wie die Eiszacken, Die aus dem reinsten Schnee der Frost erschuf Am Heiligtum Dianens. Seid gegrüßt, Valeria. Volumnia. Dies ein kleiner Auszug von dir selbst, Der durch die Auslegung erfüllter Jahre Ganz werden kann wie du. Coriolanus. Der Gott der Krieger, Mit Beistimmung des höchsten Zeus, erziehe Zum Adel deinen Sinn, daß du dich stählst, Der Schande unverwundbar, und im Krieg Ein groß Seezeichen stehst, den Stürmen trotzend, Die rettend, die dich schaun. Volumnia. Knie nieder, Bursch. Coriolanus. Das ist mein wackrer Sohn. Volumnia. Er und dein Weib, die Frau hier und ich selbst Sind Flehende vor dir. Coriolanus. Ich bitt euch, still! Wo nicht, bedenket dies, bevor ihr sprecht: Was zu gewähren ich verschwor, das nehmt nicht Als euch verweigert; heißt mich nicht entlassen Mein Heer; nicht, wieder unterhandeln mit Den Handarbeitern Roms; nicht sprecht mir vor, Worin ich unnatürlich scheine; denkt nicht Zu sänftgen meine Wut und meine Rache Mit euren kältern Gründen. Volumnia. O! nicht mehr! nicht mehr! Du hast erklärt, du willst uns nichts gewähren; Denn nichts zu wünschen haben wir, als das, Was du schon abschlugst; dennoch will ich bitten, Daß, weichst du unsern Bitten aus, der Tadel Auf deine Härte falle. Hör uns drum. Coriolanus. Aufidius und ihr Volsker, merkt, wir hören Nichts insgeheim von Rom. Nun, eure Bitte? Volumnia. Wenn wir auch schwiegen, sagte doch dies Kleid Und unser bleiches Antlitz, welch ein Leben Seit deinem Bann wir führten. Denke selbst, Wie wir, unselger als je Fraun auf Erden, Dir nahn! Dein Anblick, der mit Freudentränen Die Augen füllen soll, das Herz mit Wonne, Netzt sie mit Leid, und quält's mit Furcht und Sorge; Da Mutter, Weib und Kind es sehen müssen, Wie Sohn, Gemahl und Vater grausam wühlt In seines Landes Busen.--Weh, uns Armen! Uns trifft am härtsten deine Wut; du wehrst uns Die Götter anzuflehn, ein Trost, den alle, Nur wir nicht, teilen: denn wie könnten wir's? Wie können für das Vaterland wir beten, Was unsre Pflicht? und auch für deinen Sieg, Was unsre Pflicht?--Ach! unsre teure Amme, Das Vaterland, geht unter, oder du, Du Trost im Vaterland. Wir finden immer Ein unabwendbar Elend, wird uns auch Ein Wunsch gewährt; wer auch gewinnen mag, Entweder führt man dich, Abtrünn'gen, Fremden, In Ketten durch die Straßen; oder du Trittst im Triumph des Vaterlandes Schutt Und trägst die Palme, weil du kühn vergossest Der Frau, des Kindes Blut; denn ich, mein Sohn, Ich will das Schicksal nicht erwarten, noch Des Krieges Schluß. Kann ich dich nicht bewegen, Daß lieber jedem Teil du Huld gewährst, Als einen stürzest--Traun, du sollst nicht eher Dein Vaterland bestürmen, bis du tratst (Glaub mir, du sollst nicht) auf der Mutter Leib, Der dich zur Welt gebar. Virgilia. Ja, auch auf meinen, Der diesen Sohn dir gab, auf daß dein Name Der Nachwelt blüh. Der kleine Marcius. Auf mich soll er nicht treten. Fort lauf ich, bis ich größer bin, dann fecht ich. Coriolanus. Wer nicht will Wehmut fühlen, gleich den Frauen, Der muß nicht Frau noch Kindes Antlitz schauen. Zu lange saß ich. (Er steht auf.) Volumnia. Nein, so geh nicht fort. Zielt' unsre Bitte nur dahin, die Römer Zu retten durch den Untergang der Volsker, Die deine Herrn, so möchtst du uns verdammen Als Mörder deiner Ehre.--Nein, wir bitten, Daß beide du versöhnst; dann sagen einst Die Volsker: "Diese Gnad erwiesen wir",-- Die Römer: "Wir empfingen sie"; und jeder Gibt dir den Preis und ruft: "Gesegnet sei Für diesen Frieden!"--Großer Sohn, du weißt, Des Krieges Glück ist ungewiß; gewiß Ist dies, daß, wenn du Rom besiegst, der Lohn Den du dir erntest, solch ein Name bleibt, Dem, wie er nur genannt wird, Flüche folgen. Dann schreibt die Chronik einst: "Der Mann war edel, Doch seine letzte Tat löscht' alles aus, Zerstört' sein Vaterland; drum bleibt sein Name Ein Abscheu künftgen Zeiten."--Sprich zu mir. Der Ehre zartste Fordrung war dein Streben, In ihrer Hoheit Göttern gleich zu sein: Den Luftraum mit dem Donner zu erschüttern Und dann den Blitz mit einem Keil zu tauschen, Der nur den Eichbaum spaltet. Wie? nicht sprichst du?-- Hältst du es würdig eines edlen Mannes, Sich stets der Kränkung zu erinnern?--Tochter, Sprich du, er achtet auf dein Weinen nicht.-- Sprich du, mein Kind-- Vielleicht bewegt dein Kindgeschwätz ihn mehr, Als unsre Rede mag.--Kein Mann auf Erden Verdankt der Mutter mehr; doch hier läßt er Mich schwatzen wie ein Weib am Pranger.--Nie Im ganzen Leben gabst der lieben Mutter Du freundlich nach, wenn sie, die arme Henne, Nicht andrer Brut erfreut, zum Krieg dich gluckte, Und sicher heim, mit Ehren stets beladen.-- Heiß ungerecht mein Flehn und stoß mich weg; Doch ist's das nicht, so bist nicht edel du, Und strafen werden dich die Götter, daß Du mir die Pflicht entziehst, die Müttern ziemt. Er kehrt sich ab!-- Kniet nieder Fraun, beschäm ihn unser Knien. Dem Namen Coriolanus ziemt Verehrung, Nicht Mitleid unserm Flehn.--Kniet, sei's das Letzte.-- Nun ist es aus--wir kehren heim nach Rom Und sterben mit den Unsern.--Nein, sieh her! Dies Kind, nicht kann es sagen, was es meint; Doch kniet es, hebt die Händ empor mit uns, Spricht so der Bitte Recht mit größrer Kraft, Als du zu weigern hast.--Kommt, laßt uns gehn: Der Mensch hat eine Volskerin zur Mutter, Sein Weib ist in Corioli, dies Kind Gleicht ihm durch Zufall.--So sind wir entlassen, Still bin ich, bis die Stadt in Flammen steht, Dann sag ich etwas noch. Coriolanus. O! Mutter!--Mutter! (Er faßt die beiden Hände der Mutter. Pause.) Was tust du? Sieh, die Himmel öffnen sich, Die Götter schaun herab; den Auftritt, unnatürlich, Belachen sie.--O! meine Mutter! Mutter! O! Für Rom hast glücklich du den Sieg gewonnen; Doch deinen Sohn--O glaub es, glaub es nur, Ihm höchst gefahrvoll hast du den bezwungen, Wohl tödlich selbst. Doch mag es nur geschehn! Aufidius, kann ich Krieg nicht redlich führen, Schließ ich heilsamen Frieden. Sprich, Aufidius, . 1 2 . 3 ! ! 4 5 ( . ) 6 7 . 8 , 9 , 10 . 11 12 . 13 14 , 15 , , 16 - - 17 18 . 19 20 . 21 22 . 23 . 24 25 . 26 , ' ' , 27 , . 28 29 . 30 ' , 31 . 32 33 . 34 , 35 , ; 36 : " 37 , 38 39 . " 40 41 . 42 , 43 , , 44 , 45 , , 46 . 47 48 . 49 , 50 . 51 52 . 53 . . 54 . 55 56 . 57 ? 58 , ; 59 ' 60 . - - , 61 , , ' ; 62 , 63 , 64 , . 65 66 . 67 ! 68 , . 69 70 . 71 . . 72 73 . 74 75 . - - , 76 . 77 78 . 79 . 80 ; - - 81 . 82 83 . 84 , . 85 , , 86 , . 87 88 . 89 , ? 90 91 . 92 , 93 , , , 94 , ; 95 , 96 . 97 98 . 99 ! ! 100 101 . 102 , 103 . 104 105 . 106 107 . 108 109 . 110 , . 111 , 112 . . 113 114 . 115 ; 116 , , 117 , 118 119 , , , 120 . 121 122 ( ) 123 124 . 125 ! . 126 127 . 128 , ' ? 129 130 . 131 132 , 133 . 134 135 . 136 ? 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