Frau--durchaus nicht, es ist mir ein Vergnügen, der Gedankenarbeit seines geübten und mächtigen Geistes folgen zu dürfen--das ist sehr anregend, sehr unterhaltend und lehrreich--wahrhaftig, gnädige Frau! (Bohun nimmt den Gang der Ferhandlung wieder auf:) Nun, Herr McNaughtan, wir warten auf Sie! Ziehen Sie Ihren Einwand gegen die Kleidung Ihrer Kinder zurück oder beharren Sie dabei? (McNaughtan erörternd:) Herr Justizrat, versetzen Sie sich einen Augenblick in meine Lage: ich habe nicht nur an mich allein zu denken--da ist meine Schwester Sophronia und mein Schwager--und ihr ganzer Kreis. Sie haben einen großen Abscheu vor allem, was nur irgendwie--nur irgendwie--nun... (Bohun.) Na, heraus damit!... Ausgelassen?--laut? bunt? (McNaughtan.) Ja. Ich meine das natürlich in keinem ruchlosen Sinne--aber--aber (verzweifelt damit herausplatzend:) die beiden Kinder würden meine Leute durch ihr Auftreten abstoßen! Sie passen nicht zu ihren eigenen Verwandten. Das ist es, worüber ich mich beklage! (Frau Clandon mit unterdrücktem Zorn:) Herr Dr. Valentine, haben Sie irgend etwas Ausgelassenes oder Vorlautes an Phil und Dolly bemerkt? (Dr. Valentine.) Ganz gewiß nicht! Das ist der reinste Unsinn. Nichts kann geschmackvoller sein. (McNaughtan.) Ja, Sie finden das natürlich geschmackvoll! (Frau Clandon.) William, Sie sehen eine Menge Menschen aus der guten englischen Gesellschaft: sind meine Kinder auffallend und überladen gekleidet? (Der Kellner versichernd:) O durchaus nicht, gnädige Frau! (Überzeugend:) O nein, gnädiger Herr, durchaus nicht! Hübsch und geschmackvoll, ohne Zweifel--aber dabei sehr gewählt und nobel--sehr fein und hochklassig! Wahrhaftig, es könnten Sohn und Tochter eines Dechanten sein, gnädiger Herr. Man braucht sie nur anzusehen, nur zu--(In diesem Augenblick wirbeln ein Harlekin und eine Kolombine ins Zimmer, die zu der Musik im Garten, die eben den Schluß eines Walzers spielt, tanzen. Das Kleid des Harlekin besteht aus abwechselnden Vierecken (I Zoll im Quadrat) von türkisblauer und goldfarbener Seide, seine Pritsche ist vergoldet und seine Maske aufgeschlagen. Der Rock der Kolombine gleicht einem Feld im Herbst, orangegolden und mohnblumenrot; eine winzige Samtjacke stellt die Staubfäden der Mohnblume vor.--Sie schwirren zwischen McComas und Bohun herein, ein erlesenes, blendendes Paar, und dann zurück in einem Kreis bis an das Ende des Tisches hin, wo sie, da der letzte Walzertakt eben verklingt, in der Mitte der Gesellschaft ein lebendes Bild stellen: Harlekin beugt sein linkes Knie und Kolombine steht auf seinem rechten Knie mit über den Kopf gebogenen Armen. Im Gegensatz zu ihrem Tanz, der reizend graziös war, ist diese Pose keine sehr glückliche und droht mit einer Katastrophe zu enden.) (Die Kolombine schreiend:) Hebt mich herunter! Ich werde gleich fallen! Papa, heben Sie mich herunter! (McNaughtan läuft ängstlich zu ihr hin und ergreift sie an den Händen: ) Mein Kind! (Dolly springt mit seiner Hilfe herunter:) Danke schön, das war lieb von Ihnen. (Philip schiebt seine Pritsche in seinen Gürtel, setzt sich auf den Rand des Tisches und schenkt etwas Weinbowle ein.) (McNaughtan geht sehr verblüfft an die Ottomane zurück.) Oh, war das lustig! O Gott! (Sie setzt sich mit einem Satz auf die Tischkante; keuchend:) Oh, Weinbowle! (Sie trinkt.) (Bohun mit mächtiger Stimme:) Das ist die jüngere Dame, nicht wahr? (Dolly gleitet vom Tische herunter; geängstigt von Bohuns mächtiger Stimme und seinem Benehmen:) Ja. Bitte, wer sind Sie? (Frau Clandon.) Das ist Herr Justizrat Bohun, Dolly. Er war so freundlich, heute abend zu uns zu kommen, um uns zu helfen. (Dolly.) Oh, dann wollen wir seinen Eintritt segnen-- (Philip.) Sch! (McNaughtan.) Herr Justizrat--McComas! ich wende mich an euch! Ist das in Ordnung? Würden Sie die Familie meiner Schwester tadeln, wenn sie sich dagegen verwahrte? (Dolly errötet; drohend:) Fangen Sie also schon wieder an? (McNaughtan versöhnlich:) Nein, nein--es ist in deinem Alter vielleicht selbstverständlich. (Dolly hartnäckig:) Lassen Sie mein Alter aus dem Spiel!--Ob mein Kleid hübsch ist, will ich wissen! (McNaughtan.) Ja, liebes Kind--ja--(Er setzt sich mit Zeichen der Unterwerfung.) (Dolly nachdrücklich:) Gefällt es Ihnen? (McNaughtan.) Mein Kind, wie kannst du nur glauben, daß mir das gefällt oder daß ich damit einverstanden bin? (Dolly entschlossen ihn nicht auszulassen:) Wie können Sie es hübsch finden und es dann nicht leiden mögen? (McComas erhebt sich ärgerlich und entrüstet:) Wahrhaftig, ich muß sagen-- (Bohun, der Dolly mit der größten Zustimmung angehört hat, macht sich sofort über ihn her:) Still, unterbrechen Sie nicht, McComas! Die Methode der jungen Dame ist vollkommen richtig! (Zu Dolly mit furchtbarem Nachdruck:) Fahren Sie fort zu fragen, Fräulein Clandon,... fahren Sie fort, rasch! (Dolly.) Aber Sie sind ein regelrechter Gewaltmensch! Gehen Sie immer so vor? (Bohun erhebt sich:) Jawohl. Versuchen Sie nicht, mich aus dem Text zu bringen, mein Fräulein! Sie sind zu jung dazu. (Er nimmt den Stuhl des McComas, der neben Frau Clandons Stuhl siebt, und stellt ihn neben seinen eigenen.) Setzen Sie sich! (Dolly gehorcht wie bezaubert, und Bohun setzt sich wieder. McComas, seines Stuhles beraubt, holt sich einen anderen, der zwischen dem Tisch und der ottomane steht:) Nun, Herr McNaughtan, die Tatsachen stehen vor Ihnen--alle beide. Sie glauben zwar, daß Sie Ihre beiden jüngsten Kinder gern bei sich hätten, aber das würde Ihnen gar nicht gefallen--(McNaughtan versucht zu protestieren, aber Bohun gibt das unter keinen Umständen zu:) Nein, das gefiele Ihnen gar nicht. Sie glauben zwar, daß Sie das gern hätten, aber ich weiß das besser als Sie. Sie verlangen, daß diese junge Dame aufhört, sich des Abends wie eine Bühnen-Kolombine und des Morgens wie eine moderne Kolombine zu kleiden... nun, sie wird das nie tun--niemals! Sie glaubt, sie wird es einmal tun, aber-- (Dolly ihn unterbrechend:) Nein, das glaube ich auch nicht! (Entschlossen:) Ich werde es niemals aufgeben, mich hübsch zu kleiden--niemals! Wie Gloria zu jenem Mann in Madeira gesagt hat: nie--nie--nie, so lange Gras wächst und Wasser fließt! (Dr. Valentine erhebt sich in furchtbarer Aufregung:) Was?... was?!... (Er beginnt sehr rasch zu sprechen:) Wann hat sie das gesagt?... Zu wem hat sie das gesagt? (Bohun wirft sich in einen Stuhl, mit intensivem, mitleidigem Protest: ) Herr Doktor Valentine-- (Dr. Valentine hitzig:) Unterbrechen Sie mich nicht! Dies ist etwas sehr Ernstes! Ich muß wissen, zu wem Fräulein Clandon das gesagt hat--ich bestehe darauf! (Dolly.) Vielleicht erinnert sich Phil. Welche Nummer war es? Numero drei oder Numero fünf? (Dr. Valentine.) Numero fünf!!!! (Philip.) Mut, Doktor, es war noch nicht Numero fünf. Es war nur ein zahmer Seeoffizier, der immer bei der Hand war--der geduldigste und harmloseste Mensch von der Welt. (Gloria kalt:) Was wird jetzt erörtert, wenn ich fragen darf? (Dr. Valentine mit rotem Kopf:) Entschuldigen Sie... ich bedaure, gestört zu haben. Ich will Sie nicht länger belästigen, Frau Clandon. (Er verneigt sich vor Frau Clandon und geht, kochend vor unterdrückter Wut, rasch durch die Fenstertür in den Garten.) (Dolly.) Hm hm... (Philip.) Aha! (Gloria.) Bitte, fahren Sie fort, Herr Justizrat. (Dolly dazwischenfahrend, als Bohun die Stirn furchtbar runzelt und sich zusammenrafft, zu einem neuerlichen Ringen mit dem Fall:) Sie wollen uns einschüchtern, Herr Justizrat. (Bohun.) Ich-- (Dolly ihn unterbrechend:) O ja, das wollen Sie! Sie glauben, daß es nicht so ist--aber es ist so. Ich sehe es an Ihrem Stirnrunzeln. (Bohun nachgebend:) Frau Clandon, ich erkenne aus freien Stücken an, daß Sie kluge, hellköpfige, gut erzogene Kinder haben... wollen Sie mir dafür das Mittel angeben, das sie dazu bringen kann, den Mund zu halten? (Frau Clandon.) Dolly! liebste Dolly--! (Philip.) Unsere alte Unart, Dolly! Ruhe! (Dolly hält sich den Mund.) (Frau Clandon.) Nun, Herr Justizrat, bevor Sie wieder anfangen... (Der Kellner leise:) Beeilen Sie sich--rasch! (Dolly ihm zublinzelnd:) Lieber William! (Philip.) Sch! (Bohun platzt gegen Dolly plötzlich ganz unerwartet mit einer Frage los:) Haben Sie die Absicht, sich zu verheiraten? (Dolly.) Ich!... Nun, Finch nennt mich mit meinem Vornamen... (McComas.) Was soll das heißen?--Herr Justizrat, natürlich spreche ich die junge Dame als alter Freund ihrer Mutter bei ihrem Vornamen an. (Dolly.) Ja. Sie nennen mich als alter Freund meiner Mutter "Dolly". Aber warum nennen Sie mich "Dorothee-ee-a?" (Mc Comos erhebt sich entrüstet.) (McNaughtan erhebt sich ängstlich, um ihn zurückzuhalten:) Beherrschen Sie sich, McComas. Wir wollen nicht heftig werden--haben Sie Geduld. (McComas.) Ich will keine Geduld haben! Sie tragen die beklagenswerteste Charakterschwäche zur Schau, mein lieber McNaughtan! Ich finde das einfach unerhört! (Dolly.) Herr Justizrat, bitte, schüchtern Sie Finch ein wenig für uns ein. (Bohun.) Das will ich.--McComas, Sie machen sich lächerlich. Setzen Sie sich! (McComas.) Ich-- (Bohun winkt ihm gebieterisch, sich zu setzen:) Nein, setzen Sie sich--setzen Sie sich! (McComas setzt sich verdrießlich nieder, und McNaughtan folgt sehr erleichtert seinem Beispiel.) (Dolly zu Bohun demütig:) Ich danke Ihnen. (Bohun.) Nun hören Sie mich alle an. Ich enthalte mich jeder Meinung darüber, McComas, wie weit Sie sich in der durch die junge Dame angegebenen Richtung eingelassen oder nicht eingelassen haben. (McComas ist im Begriff zu protestieren.) Nein, unterbrechen Sie mich nicht!--Wenn sie Sie nicht heiratet, heiratet sie einen andern; das ist die beste Lösung der Schwierigkeit, die dadurch entsteht, daß sie nicht den Namen ihres Vaters trägt.--Die andere Dame hat die Absicht, sich zu verheiraten. (Gloria errötend:) Herr Justizrat! (Bohun.) Doch, Sie haben die Absicht. Sie wissen es nicht, aber es ist so. (Gloria erhebt sich:) Halt! Hüten Sie sich davor, Herr Justizrat, für meine Absichten einzustehen. (Bohun erhebt sich:) Es hat keinen Zweck, Fräulein Clandon. Sie werden mich nicht unterkriegen. Ich sage Ihnen, daß Ihr Name bald weder Clandon noch McNaughtan lauten wird. Und wenn ich wollte, könnte ich Ihnen sagen, wie er lauten wird. (Er geht an das andere Ende des Tisches, rollt seinen Domino auf und legt die falsche Nase auf den Tisch. Da er sich erhebt, erheben sich alle, und Philip geht an das Fenster. Bohun gibt dem Kellner durch eine Bewegung zu verstehen, daß er ihm beim Anziehen des Dominos helfen soll.) Herr McNaughtan, Ihre Absicht, die Gesetze anzurufen, ist Unsinn. Ihre Kinder werden alle majorenn sein, bevor Sie eine Entscheidung erreichen können. (Indem er dem Kellner erlaubt, den Domino um seine Schultern zu legen: ) Ich kann Ihnen nur raten, ein freundschaftliches Übereinkommen zu treffen. Wenn Sie Ihre Familie nötiger haben als Ihre Familie Sie, dann werden Sie bei diesem Übereinkommen allerdings schlecht wegkommen; --wenn Ihre Familie Sie aber nötiger hat als umgekehrt, dann werden Sie schon besser wegkommen. (Er schüttelt den Domino, so daß er in Falten fällt, und ergreift die falsche Nase. Dolly starrt ihn bewundernd an.) Die Sache liegt für Ihre Angehörigen insoweit günstig, als sie alle persönlich sehr angenehme Menschen sind. Und Ihre Stärke, Herr McNaughtan, liegt in Ihrem Einkommen. (Er stülpt die falsche Nase auf und ist wieder in grotesker Weise verwandelt.) (Dolly auf ihn zulaufend:) Oh, jetzt sehen Sie ganz menschlich aus! Ich möchte mit Ihnen tanzen--ein einzigesmal! Können Sie tanzen? (Philip nimmt seine Harlekinrolle wieder auf und bewegt seine Pritsche, als wenn er Bohun und Dolly bezaubern wollte.) (Bohun mit Donnerstimme:) Ja, Sie glauben, daß ich nicht tanzen kann--aber ich kann es. Kommen Sie! (Er packt sie und tanzt mit ihr durch die Fenstertür in gewaltsamer Weise, aber mit beflissener Sicherheit und Anmut hinaus. Inzwischen stellt der Kellner geschäftig die Stühle an ihre gewöhnlichen Plätze zurück.) (Philip.) "Auf! Bis zum Morgen tanzt und trink und minnt"[*]--William! [Footnote *: Byrons "Childe Harold" Canto III Strophe 22. (Anm. des Übers.)] (Der Kellner.) Zu dienen, junger Herr? (Philip.) Können Sie meinem Vater und Herrn McComas zwei Dominos und zwei falsche Nasen verschaffen? (McComas.) Was fällt Ihnen ein--ich verwahre mich dagegen-- (McNaughtan.) Nicht doch! Was ist denn da weiter dabei? Nur einmal, McComas! Wir wollen doch keine Spielverderber sein. (McComas.) McNaughtan, Sie sind nicht der Mann, für den ich Sie gehalten habe. (Scharf:) Tyrannen sind immer Feiglinge. (Er geht angewidert zur Fenstertür.) (McNaughtan folgt ihm:) Na, nichts für ungut! Wir müssen ihnen etwas zugute halten.--Können Sie uns irgendeinen Umhang verschaffen, Kellner? (Der Kellner.) Gewiß, gnädiger Herr. (Er folgt ihnen an die Fenstertür und bleibt dort stehen, um die Herren vorausgehen zu lassen. ) Hier bitte--Sie wünschen Dominos und Nasen? (McComas ärgerlich im Abgehen:) Ich werde meine eigene Nase tragen. (Der Kellner schmelzend:) Selbstverständlich, gnädiger Herr: die falsche Nase wird ganz leicht darüber gehen. Es ist viel Platz dafür, gnädiger Herr--viel Platz! (Er geht hinter McComas hinaus.) (McNaughtan wendet sich an der Fenstertür nach Phil um mit einem Versuch zu gemütlicher Väterlichkeit:) Komm, mein Junge, komm! (Er geht.) (Philip folgt ihm heiter:) Ich komme schon, Papachen, ich komme schon! (An der Schwelle der Fenstertür hält er inne, blickt McNaughtan nach, wendet sich dann phantastisch mit seiner um seinen Kopf wie einen Heiligenschein gebogenen Pritsche um und sagt mit gedämpfter Stimme zu Frau Clandon und Gloria:) Habt ihr das Ergreifende dieser Worte empfunden? (Er verschwindet.) (Frau Clandon mit Gloria allein:) Warum ist Doktor Valentine so plötzlich fortgegangen? Das verstehe ich nicht. (Gloria verdrießlich:) Ich weiß nicht.--Doch--ich weiß es. Komm, sehen wir ein wenig dem Tanz zu. (Sie gehen nach der Fenstertür zu und begegnen Dr. Valentine, der vom Garten mit raschen Schritten hereinkommt, mit mürrischem Gesicht und bewölkter Stirn.) (Dr. Valentine steif:) Entschuldigen Sie. Ich dachte, die Gesellschaft wäre schon auseinandergegangen. (Gloria nörgelnd:) Warum sind Sie dann zurückgekommen? (Dr. Valentine.) Ich bin zurückgekommen, weil ich kein Geld bei mir habe und dort ohne ein Fünf-Schilling-Billett nicht hinausgelassen werde. (Frau Clandon.) Hat Sie hier irgend etwas verletzt, Herr Doktor? (Gloria.) Kümmere dich nicht um ihn, Mutter. Das soll eine neue Beleidigung für mich sein--weiter nichts. (Frau Clandon kaum fähig, sich vorzustellen, daß Gloria wohlüberlegt einen Wortwechsel heraufbeschwören könnte:) Gloria! (Dr. Valentine.) Frau Clandon, habe ich irgend etwas Beleidigendes gesagt?... Habe ich irgend etwas Beleidigendes getan? (Gloria.) Sie haben stillschweigend zu verstehen gegeben, daß meine Vergangenheit der Ihrigen gleicht--das ist die allerschwerste Beleidigung. (Dr. Valentine.) Ich habe nichts dergleichen zu verstehen gegeben. Ich behaupte, daß meine Vergangenheit, mit der Ihren verglichen, tadellos gewesen ist. (Frau Clandon äußerst entrüstet:) Herr Doktor! (Dr. Valentine.) Na, was soll ich mir dabei denken, wenn ich erfahren muß, daß Fräulein Clandon andern Männern genau dieselben Reden gehalten hat wie mir--wenn ich von mindestens fünf früheren Liebhabern hören muß und einem zahmen Seeoffizier noch dazu! Oh, das ist zu arg! (Frau Clandon.) Aber Sie glauben doch sicher nicht, daß diese Dinge ernst gewesen sind--harmlose Scherze von Kindern--Herr Doktor? (Dr. Valentine.) Ihnen sind es vielleicht Scherze--vielleicht auch ihr. Aber ich weiß, was die Betroffenen dabei gelitten haben. (Mit possierlich echtem Ernst:) Haben Sie jemals an die vernichteten Existenzen gedacht--an die Ehen, die in der Rücksichtslosigkeit der Verzweiflung geschlossen wurden--an die Selbstmorde--die--die--die-- (Gloria unterbricht ihn verachtungsvoll:) Mutter, dieser Mensch ist ein sentimentaler Esel! (Sie rauscht fort an den Kamin.) (Frau Clandon empört:) Oh, meine teuerste Gloria! Der Herr Doktor wird das grob finden. (Dr. Valentine.) Ich bin kein sentimentaler Esel mehr! Ich bin für immer von jeder Sentimentalität geheilt. (Er setzt sich zornig.) (Frau Clandon.) Sie müssen uns allen verzeihen, Herr Doktor. Die Frauen müssen die falschen guten Manieren ihres Sklaventums erst verlernen, bevor sie sich die echten guten Manieren ihrer Freiheit aneignen können.--Halten Sie Gloria nicht für gemein. (Gloria wendet sich erstaunt um.) Sie ist es wirklich nicht. (Gloria.) Mutter, du entschuldigst mich bei *ihm*! (Frau Clandon.) Mein Kind, du hast manchen Fehler der Jugend und auch manchen ihrer Vorzüge, und Herr Doktor Valentine hat wohl zu altmodische Ideen über sein eigenes Geschlecht, als daß er sich gern einen Esel nennen ließe.--Aber wollen wir jetzt nicht lieber nachsehen, was Dolly anstellen mag? (Sie gebt an die Fenstertür. Dr. Valentine erhebt sich.) (Gloria.) Geh du ohne mich, Mutter. Ich habe mit Herrn Doktor Valentine ein Wort allein zu sprechen. (Frau Clandon überrascht, will sich dagegen verwahren:) Meine liebe Gloria... (Sich besinnend:) Entschuldige--selbstverständlich, wenn du es wünschest. (Sie verneigt sich gegen Dr. Valentine und geht hinaus.) (Dr. Valentine.) Oh, warum ist Ihre Mutter nicht Witwe--sie ist sechsmal so viel wert als Sie! (Gloria.) Nun höre ich endlich das erste Wort aus Ihrem Munde, das Ihnen Ehre macht. (Dr. Valentine.) Unsinn! Nun--sagen Sie mir, was Sie mir zu sagen haben, und lassen Sie mich gehen. (Gloria.) Ich habe Ihnen nur das eine zu sagen: Sie haben mich heute nachmittag einen Augenblick auf Ihr Niveau herabgedrückt. Glauben Sie, daß ich nicht auf meiner Hut gewesen sein würde, wenn mir das schon einmal passiert wäre, daß ich nicht gewußt hätte, was kommen würde, und meine eigene elende Schwäche gekannt hätte? (Dr. Valentine sie leidenschaftlich auszankend:) Sprechen Sie nicht in dieser Weise darüber! Was liegt mir an Ihren inneren Eigenschaften mit Ausnahme von Ihrer Schwäche, wie Sie das nennen? Sie haben sich für sehr sicher gehalten--nicht wahr?--Verschanzt hinter Ihren fortschrittlichen Ideen! Es hat mir Spaß gemacht, die ziemlich leicht über den Haufen zu werfen. (Gloria dreist, da sie fühlt, daß sie jetzt mit ihm machen kann, was sie will:) Wirklich? (Dr. Valentine.) Aber aus welchen Gründen habe ich das getan?--Weil es mich gereizt hat, Ihr Herz zu wecken, die Tiefen in Ihnen aufzuwühlen. --Und warum hat mich das gereizt? Weil meine Natur es bitter ernst mit mir gemeint hat, als ich mit ihr nur zu scherzen meinte... Wer von uns beiden ist erwacht, wie dann der große Augenblick gekommen war--wer wurde aufgewühlt in seinen tiefsten Tiefen?... Ich! Ich! --Ich wurde hingerissen. Sie waren nur beleidigt... empört! Sie sind nur eine ganz alltägliche junge Dame--zu alltäglich, um zahmen Seeoffizieren zu erlauben, so weit zu gehen, wie ich heute ging... weiter nichts. Ich will Sie nicht mit den üblichen Entschuldigungen behelligen.--Leben Sie wohl. (Er geht entschlossen zur Tür.) (Gloria.) Bleiben Sie! (Er zögert.) Aber wollen Sie auch verstehen, daß ich Ihnen durchaus nicht entgegenkomme, wenn ich Ihnen jetzt die Wahrheit sage? (Dr. Valentine.) Pah! Ich weiß, was Sie mir jetzt sagen wollen. Sie glauben, daß Sie nicht alltäglich sind--daß ich recht hatte--daß jene Tiefen in Ihrer Natur dennoch vorhanden sind... Es schmeichelt Ihnen, das zu glauben. (Sie weicht zurück.) Nun, ich gebe zu, daß Sie in einer Hinsicht nicht alltäglich sind: Sie sind ein gescheites Mädchen. (Gloria unterdrückt einen Wutschrei und gebt ihm drohend einen Schritt entgegen.) Aber Sie sind noch nicht erweckt worden. Ich war Ihnen gleichgültig... ich bin Ihnen gleichgültig... meine Tragödie ist es gewesen, nicht die Ihre. Leben Sie wohl! (Er wendet sich nach der Tür; sie beobachtet ihn, entsetzt darüber, daß er ihrer Macht entschlüpft. Die Türklinke in der Hand, hält er inne, wendet sich dann wieder Gloria zu und reicht ihr die Hand.) Wir wollen als Freunde auseinandergehen. (Gloria außerordentlich erleichtert, kehrt ihm mit größter Absichtlichkeit den Rücken:) Adieu.--Ich hoffe, Sie werden von Ihrer Wunde bald genesen. (Dr. Valentine mit Freude, da er erkennt, daß er doch schließlich Herr der Situation ist:) Gewiß werde ich das--solche Wunden heilen, ohne zu schmerzen. Schließlich kann mir meine Gloria doch niemand rauben. (Gloria sieht ihm rasch ins Gesicht:) Was meinen Sie? (Dr. Valentine.) Die Gloria meiner Einbildung. (Gloria stolz:) Behalten Sie diese Gloria--die Gloria Ihrer Einbildung. (Ihre Erregung beginnt stärker durch ihren Stolz hindurchzubrechen.) Die wirkliche Gloria, die empörte...die beleidigte...die entsetzte--jawohl!--die vor Scham fast zum Wahnsinn gebrachte, als sie erfuhr, daß all ihre Selbstbeherrschung niederbrechen konnte bei der ersten Begegnung mit--mit--(Ihr Gesicht errötet wieder über und über, sie bedeckt es mit ihrer linken Hand und ihre Rechte legt sie auf Dr. Valentines linken Arm, um sich zu stützen.) (Dr. Valentine.) Nehmen Sie sich in acht--ich bin schon wieder nahe dran, den Verstand zu verlieren! (Sie nimmt allen ihren Mut zusammen und läßt die Hand, die ihr Gesicht bedeckt, auf Dr. Valentines rechte Schulter fallen, wobei sie sich ihm zuwendet und ihm gerade in die Augen schaut. Er beginnt auf-*) *(geregt zu protestieren:) Gloria, seien Sie vernünftig--es hat ja keinen Zweck--ich habe keinen Heller! (Gloria.) Können Sie denn keinen verdienen? Andere Leute können es doch. (Dr. Valentine halb entzückt, halb erschrocken:) O niemals! Ich würde Sie unglücklich machen--Teuerste, Geliebte--ich müßte ein erbärmlicher Mitgiftjäger und Abenteurer sein--(Sie umschlingt ihn fester und küßt ihn:) O Gott! (Atemlos:) Oh... ich--(Er keucht:) Ich kenne die Frauen noch immer nicht... keine Ahnung habe ich... die Erfahrungen von zwölf Jahren genügen nicht! (In einer Aufwallung von Eifersucht stößt sie ihn von sich fort, und er taumelt zurück in den Stuhl wie ein vom Wind verwehtes Blatt. Da tanzt Dolly mit dem Kellner ins Zimmer, Frau Clandon und McComas folgen ihr, auch tanzend, und Philip pirouettiert auf eigene Faust herein.) (Dolly sinkt atemlos auf den Stuhl vor den Schreibtisch:) Oh, ich bin atemlos! Sie tanzen wundervoll Walzer, William! (Frau Clandon sinkt in den Lederfauteuil vor dem Kamin:) Oh, wie konnten Sie mich nur zu einer solchen Torheit verleiten, Finch! Ich habe seit der Soiree in South Place vor zwanzig Jahren nicht getanzt. (Gloria bestimmt, zu Dr. Valentine:) Stehen Sie auf! (Dr. Valentine erhebt sich unterwürfig.) Lassen wir jetzt alles falsche Zartgefühl beiseite. Sagen Sie meiner Mutter, daß wir entschlossen sind, uns zu heiraten. (Ein Schweigen sprachlosen Erstaunens. Dr. Valentine, sprachlos vor panischem Schrecken, starrt alle an. Er will sichtlich davonlaufen.) (Dolly bricht das Stillschweigen:) Nummer sechs! (Philip.) Sch! (Dolly ausgelassen:) Oh, meine Gefühle! Ich kann sie kaum beherrschen! Ich möchte jemanden küssen,--und in der Familie ist das verboten! Wo ist Finch? (McComas heftig losbrechend:) Nein! zum Donnerwetter! (McNaughtan erscheint an der Fenstertür.) (Dolly zu McNaughtan laufend:) Oh, Sie kommen gerade recht! (Sie küßt ihn.) Nun--(zieht ihn vor, zu Dr. Valentine und Gloria:) segnen Sie sie! (Gloria.) Nein! nichts davon--nicht einmal im Scherz. Wenn ich einen Segen brauche, so werde ich meine Mutter darum bitten. (McNaughtan zu Gloria, schmerzlich enttäuscht:) Soll das heißen, daß du dich mit diesem Herrn verlobt hast? (Gloria entschlossen:) Ja.--Haben Sie die Absicht, unser Freund zu sein, oder-- (Dolly unterbrechend:)--oder unser Vater? (McNaughtan.) Ich würde gern beides sein, mein Kind, aber--!... Herr Doktor Valentine, ich wende mich an Ihr Ehrgefühl-- (Dr. Valentine.) Sie haben ganz recht. Es ist einfach Wahnsinn. Wenn wir zusammen auf einen Ball gehen wollen, werde ich Sie um fünf Schillinge anpumpen müssen, um mir die Eintrittskarte zu lösen. --Gloria, übereilen Sie nichts--Sie werfen sich fort! Es ist das beste, wenn ich alledem ein Ende mache und niemals irgendeinem aus Ihrer Familie wieder begegne. Ich werde keinen Selbstmord begehen, ich werde nicht einmal unglücklich sein: es wird eine Befreiung für mich sein--ich--ich fürchte mich--ich fürchte mich wahrhaftig--es ist die reine Wahrheit. (Gloria entschlossen:) Ich verbiete Ihnen zu gehen! (Dr. Valentine verzagt:) Nein, Liebste, selbstverständlich nicht, aber ... Oh, wenn doch nur jemand einen Augenblick vernünftig sprechen und uns alle zur Vernunft bringen wollte! Ich kann's nicht... Wo ist Bohun?... Bohun ist der Mann! Phil, gehen Sie und beschwören Sie Bohun. (Philip.) Aus der ungeheuren Tiefe. Ich gehe. (Er läßt seine Pritsche durch die Luft sausen und schießt durch die Fenstertür fort.) (Der Kellner harmonisch zu Dr. Valentine:) Wenn Sie gestatten, daß ich mir ein Wort zu sagen erlaube, Herr Doktor: Opfern Sie wegen fünf Schillinge nicht Ihr Lebensglück. Wir werden uns nur zu sehr freuen, Ihnen das Billett auf Kredit zu besorgen, und Sie können die Sache ordnen, wann es Ihnen beliebt,--wann immer es Ihnen passen wird. Es wird mich nur sehr freuen, es wird mir ein Vergnügen und eine Ehre sein, Herr Doktor. (Philip erscheint wieder:) Er kommt! (Er schwingt seine Pritsche vor dem Fenster. Bohun tritt ein, nimmt seine falsche Nase ab und wirft sie auf den Tisch, während er an Philip vorübergeht und zwischen Gloria und Dr. Valentine tritt.) (Dr. Valentine.) Es handelt sich darum, Herr Justizrat-- (McComas unterbricht, vom Kamin aus:) Entschuldigen Sie, Herr Doktor, die Sache muß von einem Anwalt vorgetragen werden.--Es handelt sich um eine Verlobung zwischen diesen beiden jungen Leuten. Sie hat etwas Vermögen und (sieht McNaughtan an:) wird wahrscheinlich einmal noch viel mehr haben. (McNaughtan.) Möglich. Ich hoffe es. (Dr. Valentine.) Und er hat keinen Heller. (Bohun nagelt Dr. Valentine sofort auf diesen Punkt fest:) Dann bestehen Sie auf einem Ehevertrag.--Das verletzt Ihr Zartgefühl?... Das tun die meisten vernünftigen Vorsichtsmaßregeln. Aber Sie bitten mich um meinen Rat. Das ist er. Machen Sie einen Ehevertrag! (Gloria stolz:) Er soll einen Ehevertrag bekommen. (Dr. Valentine.) Mein lieber Herr Justizrat, ich, für meine Person, brauche Ihren Rat nicht--geben Sie ihr einen guten Rat. (Bohun.) Sie würde ihn nicht befolgen. Wenn Sie ihr Mann sein werden, wird sie auch Ihren Rat nicht befolgen... (Wendet sich plötzlich an Gloria:) Nein, das werden Sie nicht--Sie glauben, daß Sie es werden, aber Sie werden es nicht. Er wird an die Arbeit gehen und seinen Unterhalt verdienen... (Wendet sich plötzlich an Dr. Valentine:) O ja, das werden Sie--Sie glauben es nicht, aber Sie werden es! Sie wird Sie schon dazu anhalten. (McNaughtan nur halb überzeugt:) Dann, Herr Justizrat, halten Sie diese Verbindung also nicht für unklug? (Bohun.) O doch! Alle Verbindungen sind unklug. Es ist unklug, geboren zu werden--es ist unklug, zu heiraten--es ist unklug, zu leben--und es ist klug, zu sterben. (Der Kellner drängt sich unauffällig zwischen McNaughtan und Dr. Valentine:) Wenn ich mir höflichst erlauben darf, fortzusetzen: Dann ist es etwas Trauriges um die Weisheit. (Zu Dr. Valentine:) Glück auf, Herr Doktor, Glück auf! Jeder Mensch fürchtet die Ehe, wenn es dazu kommt--aber sie geht oft ganz angenehm aus, sehr fröhlich und selbst glücklich--von Zeit zu Zeit. Ich war niemals Herr in meinem eigenen Hause. Meine Frau war wie Ihre Braut, befehlshaberisch und herrschsüchtig veranlagt. Mein Sohn hat diese Eigenschaften von ihr geerbt. Aber wenn ich mein Leben zum zweitenmal zu leben hätte, ich würde es wieder so leben!... ich würde es genau wieder so leben--wahrhaftig!--Man kann nie wissen, Herr Doktor... man kann nie wissen. (Philip.) Erlauben Sie mir zu bemerken, daß, wenn Gloria sich wirklich entschlossen hat-- (Dolly)--die Sache besiegelt und Doktor Valentine erledigt ist. Wir verpassen bloß alle Tänze. (Dr. Valentine zu Gloria, galant, sich so gut er kann, aus der Affäre ziehend:) Darf ich um einen Walzer bitten?-- (Bohun widerspricht in seiner tiefsten Oktave:) Entschuldigen Sie--diesen Vorzug beanspruche ich als Rechtsbeistandshonorar! Darf ich um die Ehre bitten?--Ich danke. (Er tanzt mit Gloria fort und verschwindet unter den Lampions, und läßt Dr. Valentine nach Luft schnappend zurück.) (Dr. Valentine wieder zu sich kommend:) Dolly: darf ich bitten--(Fordert sie zum Tanze auf.) (Dolly.) Unsinn! (Weicht ihm geschickt aus und läuft um den Tisch herum an den Kamin:) Finch! Mein Finch! (Sie fällt über McComas her und zwingt ihn zu tanzen.) (McComas protestierend:) Ich bitte, halten Sie ein--wahrhaftig--(Er wird durch die Fenstertür davongerissen.) (Dr. Valentine macht eins letzte Anstrengung:) Frau Clandon, darf ich bitten-- (Philip ihm zuvorkommend:) Komm, Mütter! (Er ergreift seine Mutter und wirbelt mit ihr fort.) (Frau Clandon zurechtweisend:) Phil--Phil--(Sie teilt McComas' Schicksal.) (McNaughtan folgt ihnen mit greisenhafter Heiterkeit:) Ho! ho! ho! ho! ho! (Er gebt in den Garten und kichert über den spaß.) (Dr. Valentine sinkt auf die Ottomane und starrt den Kellner an:) Als ob ich schon verheiratet wäre!... (Der Kellner betrachtet den im Zweikampf der Geschlechter Gefallenen mit liebenswürdiger Teilnahme und schüttelt langsam den Kopf.) (Vorhang) 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 368 369 370 371 372 373 374 375 376 377 378 379 380 381 382 383 384 385 386 387 388 389 390 391 392 393 394 395 396 397 398 399 400 401 402 403 404 405 406 407 408 409 410 411 412 413 414 415 416 417 418 419 420 421 422 423 424 425 426 427 428 429 430 431 432 433 434 435 436 437 438 439 440 441 442 443 444 445 446 447 448 449 450 451 452 453 454 455 456 457 458 459 460 461 462 463 464 465 466 467 468 469 470 471 472 473 474 475 476 477 478 479 480 481 482 483 484 485 486 487 488 489 490 491 492 493 494 495 496 497 498 499 500 501 502 503 504 505 506 507 508 509 510 511 512 513 514 515 516 517 518 519 520 521 522 523 524 525 526 527 528 529 530 531 532 533 534 535 536 537 538 539 540 541 542 543 544 545 546 547 548 549 550 551 552 553 554 555 556 557 558 559 560 561 562 563 564 565 566 567 568 569 570 571 572 573 574 575 576 577 578 579 580 581 582 583 584 585 586 587 588 589 590 591 592 593 594 595 596 597 598 599 600 601 602 603 604 605 606 607 608 609 610 611 612 613 614 615 616 617 618 619 620 621 622 623 624 625 626 627 628 629 630 631 632 633 634 635 636 637 638 639 640 641 642 643 644 645 646 647 648 649 650 651 652 653 654 655 656 657 658 659 660 661 662 663 664 665 666 667 668 669 670 671 672 673 674 675 676 677 678 679 680 681 682 683 684 685